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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gefährdungsbeurteilungen von psychosozialen Risiken in der Arbeitswelt

Zum Stand der Forschung



Autor/in:

Paulus, Stefan


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, 2019, 73. Jahrgang (Heft 2), Seite 141-152, Stuttgart: ergonomia, ISSN: 0340-2444 (Print); 2366-4681 (Online)


Jahr:

2019



Abstract:


In der derzeitigen Diskussion um die Zukunft und Entwicklung der Arbeitswelt gilt es als eine der größten Herausforderungen die psychische Gesundheit von Erwerbstätigen zu erhalten. Aktuelle Erkenntnisinteressen liegen darin begründet, zu prognostizieren, wie betriebliche Arbeitsbelastungen mit lebenslagenspezifischen Belastungen und subjektiven Bewältigungsstrategien korrespondieren, um daraus abzuleiten, wie gesundheitsgefährdende Konstellationen entstehen und wie dadurch eine Bewertung von Gefährdungskonstellationen möglich ist.

In diesem Artikel wird dementsprechend der aktuelle Forschungsstand zu Gefährdungsbeurteilungen von psychosozialen Risiken aufgearbeitet. Hierbei wird deutlich, dass die Analyse von dynamischen Wechselwirkungen und Abhängigkeitskonstellationen von arbeitsorganisatorischen, individuellen, biologischen und soziokulturellen Bedingungen aus arbeitswissenschaftlicher Perspektive derzeit ein zentrales Forschungsdesiderat darstellt. Im Artikel wird die Frage geklärt, wie Gefährdungsbeurteilungen im Kontext der Konstellationen von Arbeitsbelastungen und gesundheitsgefährdenden Arbeitsbeanspruchungen auf der Grundlage multifaktorieller Wirkungszusammenhänge dynamisch und generisch erstellt werden können.

Praktische Relevanz: Durch die Entwicklung von dynamischen und generischen Prozessmodellen, welche multivariate Ursache-Wirkungszusammenhänge von Gefährdungen aufzeigen, können Regelwerke zur Gefährdungsbeurteilung abgeleitet werden, die es ermöglichen Gefährdungskonstellationen zu erkennen und Erkrankungswahrscheinlichkeiten zu prognostizieren.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Risk assessment of psychosocial risks in labor

State of the art in research

Abstract:


In the current debate on the future and development of labour, maintaining the mental health of workers is one of the greatest challenges. Current interests of knowledge are based on predicting how the occupational workloads correspond to life situation and subjective coping strategies, in order to derive from this to determine how health-threatening constellations arise and how an assessment of hazard constellations is possible.

This article examines the current state of research on risk assessments of psychosocial risks. Here it becomes clear that the analysis of dynamic interactions and dependency constellations of work organisation, individual, biological and socio-cultural conditions from the perspective of labour science is still a central desideratum of research. The article clarifies the question of how to create dynamic and generic risk assessments in the context of the constellations of workloads and health-endangering work stress on the basis of multifactorial interrelations.

Practical Relevance Through the development of dynamic and generic process models, which show multivariate cause-and-effect relationships of hazards, is it possible to derive a set of rules for risk assessments, which make it easier to identify hazard constellations and predict the prognosis of morbidity.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Zeitschrift für Arbeitswissenschaft (ZfA)
Homepage: https://link.springer.com/journal/41449

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0006/0029


Informationsstand: 04.09.2019

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