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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Schlüssel zu einem gesunden Betrieb: Disability Management als Chance


Autor/in:

Mehrhoff, Friedrich


Herausgeber/in:

Institut zur Fortbildung von Betriebsräten (ifb)


Quelle:

Der Betriebsrat, 2007, 3. Jahrgang (Heft 11), Seite 28-29, Seehausen am Staffelsee: der betriebsrat, ISSN: 1614-7693


Jahr:

2007



Abstract:


Dr. Friedrich Mehrhoff, Leiter der Stabsstelle Reha-Strategien bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Sankt Augustin, zeigt auf, dass der gesunde Betrieb nicht nur ein Traum ist und dass das Disability Management Chancen bietet, die der Betriebsrat nutzen sollte.

Disability Management ist der internationale Oberbegriff für früh einsetzende, vernetzte und nachhaltige Maßnahmen zur Reintegration erkrankter Beschäftigter in den Beruf, um deren Leistungsfähigkeit zu stärken.

Damit Menschen, die ernsthaft krank sind und eine Minderung der Leistungsfähigkeit erleben, ihren Job nicht verlieren, sind Strategien zur Rückkehr ins Arbeitsleben notwendig. Diese würden sich für die Unternehmen lohnen und die Arbeitskraft ihrer Belegschaft stärken.

Die Wiedereingliederung eines Arbeitnehmers in das Berufsleben, der aus gesundheitlichen Gründen von längerer Arbeitsunfähigkeit betroffen ist, wird mit dem Begriff Disability Management beschrieben. Nach § 84 Absatz 2 SGB IX ist der Arbeitgeber zu einem betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) verpflichtet. Dieses umfasst sowohl schwerbehinderte Menschen als auch Beschäftigte mit einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als sechs Wochen.

Das Disability Management verfolgt unterschiedliche Aspekte. So müssen Eingliederungsstrategien auf eine nachhaltige Leistungsfähigkeit ausgerichtet sein, die Persönlichkeit der Beschäftigten hat oberste Priorität und auch die Arbeitskollegen sind im Prozess der Wiedereingliederung ein wichtiger Bestandteil. Um Missverständnissen vorzubeugen gilt es weiterhin Betriebs- und Integrationsvereinbarungen zu formulieren, außerdem fördert die Zusammenarbeit von Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung ein integratives Gesundheitsmanagement.

In Deutschland gibt es derzeit etwa 500 Certified Disability Management Professionals (CDMP). Diese verfügen über neun zentrale Komponenten, zu denen unter anderem die überzeugende Etablierung des Disability Managements und Kenntnisse über Rechtsordnungen und Sozialleistungen gehören. Durch diese Zertifizierung soll die Vertrauensstellung der Interessenvertreter gegenüber den zu vertretenden Mitarbeitern gestärkt werden. Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit ist die Akzeptanz der Beschäftigten und des Arbeitgebers.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


DER BETRIEBSRAT - Die Zeitschrift für Betriebsräte in Deutschland
Homepage: https://www.ifb.de/der-betriebsrat
***Zu beziehen über Bibliotheken oder den Buch- und Zeitschriftenhandel***



Referenznummer:

R/ZS0163/6416


Informationsstand: 29.11.2007

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