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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitslosigkeit und berufliche Wiedereingliederung


Autor/in:

Rosenbladt, Bernhard von; Büchtemann, Christoph F.


Herausgeber/in:

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)


Quelle:

Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 1980, Sonderdruck, 13. Jahrgang (Heft 4), Seite 552-572, Stuttgart: Kohlhammer, ISSN: 0340-3254


Jahr:

1980



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Abstract:


Im Rahmen einer umfangreichen Arbeitsmarktstudie im Auftrag des Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung führte Infratest Sozialforschung im Jahre 1978 eine Längsschnittuntersuchung bei Arbeitslosen und Abgängern aus Arbeitslosigkeit durch. Personen aus zwei voneinander unabhängigen Stichproben, einer Bestands Stichprobe und einer Abgängerstichprobe vom Herbst 1977, wurden sowohl im Februar 1978 als auch - ein zweites Mal - im November/ Dezember 1978 anhand eines längeren standardisierten Fangbogens mündlich befragt.

Der erste Teilbericht befasst sich mit dem relativen Risiko verschiedener Arbeitskräftegruppen, arbeitslos zu werden ('Betroffenheitsrisiko'), und den Verlaufsmustern des Wiedereingliederungsprozesses von Arbeitslosen ins Erwerbsleben.

Die Befunde deuten insgesamt auf ein beträchtliches Maß sogenannter instabiler Erwerbsverhältnisse, das heißt häufiger Fluktuation und wiederholter Arbeitslosigkeit, im Umfeld von Arbeitslosigkeit hin. Die berufliche Ausgangssituation der von Arbeitslosigkeit Betroffenen hebt sich negativ von der beruflichen Situation der Beschäftigten ab. Anders als bestandsbezogene Analysen der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit zeigen die Daten der Abgängerbefragung eine überdurchschnittliche (Mehrfach-) Betroffenheit insbesondere jüngerer Arbeitskräfte, ferner von Ungelernten und von Frauen.

Das überdurchschnittliche Arbeitslosigkeitsrisiko weiblicher Arbeitskräfte ist dabei vorwiegend darauf zurückzuführen, dass sie angesichts familiärer Verpflichtungen nur eingeschränkt für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, ein ausreichendes Angebot an Teilzeit-Arbeitsplätzen aber nicht vorhanden ist.

Hinsichtlich der beruflichen Veränderungen im Anschluss an Arbeitslosigkeit bestätigen die Ergebnisse frühere Befunde, wonach von Arbeitslosigkeit ganz erhebliche (Zwangs-)Mobilisierungswirkungen auf die Betroffenen ausgehen. Darüber hinaus bedarf es bei mindestens einem Viertel der von Arbeitslosigkeit Betroffenen mehrerer Versuche der Arbeitsaufnahme mit zwischenzeitlicher erneuter Arbeitslosigkeit, bis eine stabile Reintegration ins Erwerbsleben gelingt.

Als bedenklich müssen die bei einem Teil der Wiederbeschäftigten sichtbaren Dequalifikationswirkungen von Arbeitslosigkeit gewertet werden, welche die Berufschanchen der Betroffenen vermutlich auch langfristig verschlechtern und durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen bisher nur unzureichend 'abgefangen' werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (MittAB)
Homepage: https://www.iab.de/de/publikationen/eingestellte-reihen/mitt...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA2968


Informationsstand: 29.08.2005

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