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Bibliographische Angaben zur Publikation

Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen

Erste Ergebnisse aus dem Kinder- und Jugendgesundheitssurvey - KiGGS



Autor/in:

Hölling, Heike; Erhart, Michael; Ravens-Siebener, U. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Bundesgesundheitsblatt, 2007, Band 50 (Nummer 5/6), Seite 784-793, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 1436-9990 (Print); 1437-1588 (Online)


Jahr:

2007



Abstract:


Psychische Probleme im Kindes- und Jugendalter stellen gesundheitliche Beeinträchtigungen mit zum Teil schwerwiegenden Konsequenzen für das individuelle Wohlbefinden sowie die alltägliche und soziale Funktionsfähigkeit dar. Häufig sind diese Probleme auch mit starken Belastungen für das soziale Umfeld verbunden.

Im Rahmen des Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) beantworteten die Eltern von 14478 Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren den Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ), der Verhaltensauffälligkeiten und Stärken in den Bereichen emotionale Probleme, Hyperaktivität, Verhaltensprobleme, Probleme mit Gleichaltrigen und prosoziales Verhalten erfasst.

Nach dem SDQ-Gesamtproblemwert sind 11,5 Prozent der Mädchen (M) und 17,8 Prozent der Jungen (J) verhaltensauffällig bzw. grenzwertig auffällig. 92,5 Prozent der Mädchen bzw. 86,3 Prozent der Jungen verfügen über ein adäquates prosoziales Verhalten. Die häufigsten Problembereiche sind Verhaltensprobleme (M = 11,9 Prozent, J = 17,6 Prozent) emotionale Probleme (M = 9,7 Prozent, J = 8,6 Prozent) und Hyperaktivitätsprobleme (M = 4,8 Prozent, J = 10,8 Prozent).

Etwa 8,1 Prozent der Befragten mit hohem sozioökonomischem Status, 13,4 Prozent der mit mittlerem und 23,2 Prozent der mit niedrigem Sozialstatus zeigen Hinweise auf psychische Probleme. Kinder mit Migrationshintergrund sind häufiger betroffen als Kinder von Nicht-Migranten.

Die Resultate betonen die Notwendigkeit, beginnende psychische Probleme frühzeitig zu erkennen und ihnen präventiv zu begegnen. Insbesondere nur schwer erreichbare Gruppen wie z. B. sozial Benachteiligte oder Kinder mit Migrationshintergrund müssen hierbei berücksichtigt werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Behavioural Problems in Children and Adolescents. First Results from the German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents - KiGGS


Abstract:


Mental health problems in children and adolescents constitute health impairments with major implications regarding individual wellbeing as well as daily and social functioning. In addition, these problems often burden the social partners of the individual.

Within the German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents (KiGGS), the parents of 14478 children and adolescents aged 3 - 17 answered the Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ) which assesses behavioral problems and strengths in the areas emotional problems, hyperactivity, behavioral problems, peer problems and prosocial behavior.

According to the results of the Total Difficulties Score (SDQ) 11,5 % girls (G) and 17,8 % boys (B) are classified borderline or abnormal, respectively. 92,5 % (G) and 86,3 % (B) display an adequate pro social behavior. Most prevalent problem areas are behavioral problems (G = 11,9 %, B = 17,9 %), emotional problems (G = 9,7 %, B = 8,6 %) and hyperactivity problems (G = 4,8 %, B = 10,8 %). The test-data of approximately 8,1 % of the respondents with high socio-economic status (SES), 13,4 % of those with middle SES and 23,2 % of those with low SES hinted at mental health problems. Migrants are more frequently affected than non-migrants.

Results point at the need for early detection and prevention of commencing mental health problems. Especially the noneasily accessible groups like those with low socioeconomic status or migrants have to be considered.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Bundesgesundheitsblatt
Homepage: https://www.springer.com/medicine/family/journal/103

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA6062


Informationsstand: 22.10.2010

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