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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rehabilitation für junge Erwachsene mit Epilepsie und leichten intellektuellen Beeinträchtigungen


Autor/in:

Endermann, M.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zeitschrift für Epileptologie, 2015, Volume 28 (Issue 1), Seite 7-20, Heidelberg: Springer, ISSN: 0085-4530 (Print); 1433-0431 (Online)


Jahr:

2015



Abstract:


Hintergrund:

Ein auf ca. drei Jahre befristetes stationäres Rehabilitationsprogramm der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel richtet sich an junge Erwachsene mit Epilepsie und leichten intellektuellen Beeinträchtigungen, die mehr Selbstständigkeit und die Optimierung ihrer Epilepsiebehandlung erlangen wollen.

Ziel der Arbeit:

Ergebnisse des Rehabilitationsprogramms sollten dokumentiert und ihre zeitliche Stabilität überprüft werden.

Material und Methode:

Bei 51 von 97 Klienten, die das Programm zwischen 1999 und 2011 absolvierten, lagen Daten für 3 Messzeitpunkte vor (T1: 4 Wochen nach Aufnahme, T2: Auszug, T3: mindestens 2 Jahre nach Auszug). Als Outcome-Variablen wurden Veränderungen der Anfallsfrequenz, Einschätzungen der Bezugsmitarbeiter zur Entwicklung der Klienten, die Betreuungsform nach Auszug (ambulante vs. stationäre Betreuung) sowie Klientenangaben zu Alltagsaktivitäten, Arbeitsproblemen, zur gesundheitsbezogenen und allgemeinen Lebensqualität sowie zu Depressivität und psychischer Belastung herangezogen.

Ergebnisse:

Die Anfallsfrequenz reduzierte sich signifikant; mehr als die Hälfte der Klienten wechselte in ambulante Betreuungsverhältnisse. Positive Veränderungen berichteten die Klienten in Bezug auf Alltagsaktivitäten und einige Aspekte ihrer Lebensqualität. Diese Verbesserungen erwiesen sich auch noch nach mindestens 2 Jahren als zeitlich stabil. Zu T1 erhobene Basisdaten hatten keinen starken Einfluss auf das Outcome. Die Analyse von Subgruppen zeigte, dass Veränderungen von Klientenangaben mit Veränderungen externer Parameter wie der Anfallsfrequenz oder den Einschätzungen der Mitarbeiter korrespondierten.

Schlussfolgerung:

Verbesserungen im Hinblick auf Klientenangaben, die anschließende Betreuung und die Anfallskontrolle erweisen sich als zeitlich stabil. Unter sozialpolitischen Gesichtspunkten ist bedeutsam, dass ca. die Hälfte der Teilnehmer im Anschluss an das Programm ambulant betreut werden kann.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Abstract:


Background:

A residential 3-year rehabilitation program of the Bethel Institute in Germany is addressed to young adults with epilepsy and mild intellectual disabilities who aim at optimization of epilepsy treatment and to achieve more independence.

Aim:

The purpose of this study was to investigate the effects of the program and the temporal stability.

Material and methods:

Data with repeated measurements over time (T1 at 4 weeks after admission, T2 at discharge and T3 at least 2 years after discharge) were only available for 51 out of the 97 participants who completed the program between 1999 and 2011. Outcome variables were changes of seizure frequency, carer ratings on the degree of success, assistance needs after finishing the program (i.e. supported housing or long-term residential care) and participant ratings on activities of daily living, problems at work, health-related and global quality of life, life satisfaction as well as depression and psychological distress.

Results:

The frequency of seizures was significantly reduced and more than half of the clients moved to supported housing. Clients reported improvements in activities of daily living and some aspects of the quality of life and these improvements remained constant over at least 2 years. The baseline data at T1 did not have a strong influence on the outcome. Analyses of subgroups demonstrated that changes of client ratings corresponded to changes of external parameters, such as seizure frequency and carer ratings.

Conclusion:

Improvements with respect to a more independent lifestyle, a better seizure control and more favorable self-rating remained stable over the years following the program. From a social welfare point of view it is especially important that approximately half of the clients moved to supported housing after completing the program.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Zeitschrift für Epileptologie
Homepage: https://www.springer.com/medicine/neurology/journal/10309

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA7161


Informationsstand: 25.08.2015

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