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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das medizinisch-berufliche Behandlungskonzept BeRA

Wiedereingliederung und Zufriedenheit von Rehabilitanden und Arbeitgebern



Autor/in:

Lindner, Lorena


Herausgeber/in:

Universität Ulm - Institut für Rehabilitationsmedizinische Forschung


Quelle:

Ulm: Universitätsbibliothek, 2018, IV, 135 Blätter: Illustrationen, Diagramme


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu der Dissertation (PDF, 1,4 MB).


Abstract:


Aufgrund des demografischen Wandels steigt die Inzidenz von Schlaganfall und anderen neurologischen Erkrankungen in Deutschland. Dadurch entstehen zunehmende Kosten, die eine hohe sozioökonomische Belastung für die sozialen Sicherungssysteme und damit auch die Gesellschaft darstellen. Um dieser Belastung entgegen zu wirken, werden effektive Rehabilitationsleistungen nach neurologischen Erkrankungen benötigt. Eine wesentliche Herausforderung in der neurologischen Rehabilitation findet sich an der Schnittstelle zwischen medizinischer Rehabilitation (Phase D nach Phasenmodell der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR)) und nachgehenden beruflichen Rehabilitationsleistungen (Phase E nach BAR - Phasenmodell). Eine Erweiterung der Leistungsangebote der Phase E ist anzustreben. Ein solches Leistungsangebot ist das neue medizinisch-berufliche Rehabilitationsprogramm 'Begleitete Rückkehr in das Arbeitsleben' (BeRA).

In dieser Studie wurde BeRA bezüglich der Wiedereingliederungsquote, der Veränderungen der gesundheitlichen, beruflichen und privaten Situationen der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden und der Zufriedenheit der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit den Leistungen untersucht. Die Datenerhebung erfolgte mittels dafür neu entwickelter Fragebögen. Die Datenerhebung der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden fand zu Beginn und am Ende von BeRA statt. Zusätzlich wurde eine Telefonbefragung mit standardisiertem Fragebogen drei Monate nach BeRA-Ende durchgeführt. Daneben wurde zu BeRA-Beginn und BeRA-Ende die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt sowie einmalig zu BeRA-Ende die Arbeigeberin bzw. der Arbeitgeber der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden ebenfalls mittels Fragebogen befragt. Zwölf Rehabilitandinnen und Rehabilitanden beendeten BeRA regulär und konnten erfolgreich an ihren alten Arbeitsplatz eingegliedert werden. Unter den gegebenen Bedingungen konnte keine höhere Stichprobenzahl als die 17 rekrutieren Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer erwartet werden.

Der Erfolg der Wiedereingliederung der fünf BeRA-Abbrecher/innen konnte nicht erfasst werden. Mithilfe unterschiedlicher Anpassungen der Arbeitsbedingungen war es den meisten Rehabilitandinnen und Rehabilitanden möglich, die gleiche Anzahl an Arbeitsstunden zu leisten wie vor der Erkrankung. Des Weiteren war die Zufriedenheit der meisten Rehabilitandinnen und Rehabilitanden mit den Arbeitsbedingungen gleichbleibend gut. Die körperliche und geistige Belastung am Arbeitsplatz vor und nach der Erkrankung änderte sich nicht wesentlich. Die berufliche Leistungsfähigkeit nahm tendenziell zu. Die Zufriedenheit mit der privaten Situation blieb bei den Rehabilitandinnen und Rehabilitanden weitgehend unverändert. Die Belastung der Angehörigen nahm tendenziell ab.

Die zu BeRA-Beginn teilweise stark vorhandenen psychischen, kognitiven und physischen Beeinträchtigungen nahmen im zeitlichen Verlauf überwiegend ab. Die Leistungen des BeRA-Teams, bestehend aus der betreuenden Ärztin bzw. dem betreuenden Arzt, der Neuropsychologien oder dem Neuropsychologen und der Sozialarbeiterin oder dem Sozialarbeiter, wurden von den Rehabilitandinnen und Rehabilitanden und den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden als gut bis sehr gut bewertet.

Das Programm BeRA ist ein geeignetes Programm, um die Phase E der neurologischen Rehabilitation effektiv auszugestalten und somit den Übergang in das Berufsleben zu erleichtern. Zur Optimierung von BeRA sind weitere Studien mit größeren Stichproben und zusätzlichen Beobachtungszeitpunkten notwendig.

[Aus: Zusammenfassung der Autorin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Universitätsbibliothek Ulm
Homepage: https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/kiz/service-katalog/bib...

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Referenznummer:

R/NV8512


Informationsstand: 15.04.2019

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