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Bibliographische Angaben zur Publikation

Versorgungserfordernisse bei schweren psychischen Erkrankungen

Wissenschaftliche Evidenz zur Integration von klinischer Psychiatrie und Gemeindepsychiatrie



Autor/in:

Weinmann, Sigbert; Gaebel, W.


Herausgeber/in:

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)


Quelle:

Der Nervenarzt, 2005, 76. Jahrgang (Heft 7), Seite 809-821, Heidelberg: Springer, ISSN: 0028-2804 (Print); 1433-0407 (Online)


Jahr:

2005



Abstract:


In Deutschland wird gegenwärtig kontrovers diskutiert, welche gemeindepsychiatrischen Strukturen gefördert und ausgebaut werden sollen, um den besonderen Bedürfnissen der schwer psychisch Erkrankten gerecht zu werden.

Anhand eines Literatur-Reviews systematischer Metaanalysen und kontrollierter Studien wird gezeigt, dass eine Reihe von gut evaluierten psychiatrischen Versorgungsbestandteilen existiert, von denen jedoch nur Teile in Deutschland verfügbar sind. Am Beispiel der Schizophrenie wird deutlich, dass strukturelle Voraussetzungen für eine Implementation evidenzbasierter nichtstationärer Behandlungs- und Versorgungsmodule in Deutschland nicht ausreichend vorhanden sind.

Teambasierte aufsuchende Behandlung, Kriseninterventionsteams und andere gemeindepsychiatrische Teams sowie moderne berufliche Rehabilitationsprogramme, die zumeist im angelsächsischen Raum entwickelt wurden, konnten für die deutsche psychiatrische Versorgung bisher nur unzureichend adaptiert werden.

Gleichzeitig sind viele in Deutschland praktizierte Versorgungsmodelle kaum wissenschaftlich evaluiert. Vor diesem Hintergrund wird zu künftigen Anforderungen und sinnvollen Weiterentwicklungen in der Psychiatrie und zur Deckung des zunehmenden Versorgungsbedarfs bei schweren psychischen Erkrankungen Stellung genommen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Abstract:


In Germany it is not clear which forms of community mental health care should be encouraged to meet the needs particularly of the severely mentally ill. We performed a literature review of systematic meta-analyses and controlled trials and show that a set of well-evaluated and effective psychiatric care systems is available, of which only a few are being implemented in Germany. It becomes obvious that in Germany organizational requirements for an integration of psychiatric services are not being adequately met, particularly in the case of schizophrenia. Team-based assertive community treatment, crisis intervention teams, community mental health teams, and modern job rehabilitation programs, which have been established primarily in English-speaking countries, could not be effectively adapted for German psychiatric care. At the same time many psychiatric care models have been poorly evaluated. Given the available scientific evidence we comment on future requisites and further developments in German psychiatry to meet the growing need of care for people with severe mental illnesses.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Nervenarzt
Homepage: https://link.springer.com/journal/115

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Referenznummer:

R/ZA0383


Informationsstand: 11.12.2009

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