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Bibliographische Angaben zur Publikation

Hörimplantate im Zeitalter der Digitalisierung


Autor/in:

Olze, Heidi; Uecker, Florian Cornelius; Häußler, Sophia Marie [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Laryngo-Rhino-Otologie, 2019, 98. Jahrgang (Heft S 01), Seite S82-S128, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0935-8943


Jahr:

2019



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Abstract:


Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Rehabilitation mit Hörimplantaten in der HNO-Heilkunde ein Bereich mit höchstem Entwicklungs- und Innovationspotenzial ist. Neue, bzw. erweiterte Indikationen gingen dabei einher mit Entwicklungen im Bereich der Implantate, neuen OP-Techniken und entsprechend angepassten Rehabilitationsstrategien.

Die wachsende Anzahl von Menschen mit Hörstörungen, die erweiterten Indikationen und die daraus resultierende steigende Anzahl CI-Versorgter, sowie die Notwendigkeit der lebenslangen CI Nachsorge sind vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen eine große Herausforderung. Um diese zu bewältigen und zu gestalten, bedarf es neben einer engen interdisziplina?ren Zusammenarbeit und kontinuierlichen Weiterentwicklung der Therapie auch ganz neuer Strategien. Hier kommt der Digitalisierung all dieser Prozesse eine Schlüsselrolle zu.

In diesem Referat werden die aktuellen Entwicklungen aus dem Blickwinkel einer Cochlea-Implantat (CI) versorgenden Klinik dargestellt und besprochen. Das Referat illustriert vielfältige digitale Anwendungen, die in allen Phasen der CI Versorgung zum Einsatz kommen können, angefangen von der Patienteninformation über Möglichkeiten des Hör-Screenings und die pra?operative Evaluation bis zur lebenslangen Nachsorge und der klinischen Forschung.

Hierbei liegt der Fokus auf speziellen Applikationen, die in der Entwicklung des digitalen Fortschritts und digitaler Strukturen im Rahmen der CI Versorgung eine besondere Rolle spielen und für das Verständnis der weiteren Entwicklung wichtig sind.

Möglichkeiten einer vereinfachten Anpassung ergeben sich z.?B. durch eine automatische MAP-Erstellung (Artificial Intelligence Anwendungen), Remote Care Netzwerke (Telemedizin, Apps) fördern die aktive Selbstbeteiligung der Patienten und Patientinnen und erlauben völlig neue Formen einer ortsungebundenen Patientenversorgung (automatisierte technische Implantatkontrolle, Selbstprogrammierung, Upgrades). Zentrale Datenbanken können die aktuelle MAP z.?B. im Reparaturfall speichern, technische Daten und die Ho?rleistung dokumentieren. Einige der skizzierten Anwendungen sind heute schon Realität, andere erst in der Entwicklung.

Das Verständnis über die Möglichkeiten der Digitalisierung und deren Einsatz im Bereich der Hörrehabilitation mit Hörimplantaten und die Erkenntnis über das enorme Potenzial für effektive, zeiteffiziente Strukturen sind unabdingbar, um dieses Potenzial zu nutzen. Für die HNO-Ärzte als wichtige Akteure im Gesundheitssystem bedeutet das, dass sie neben einer hohen fachlichen Expertise auch hohen Anforderungen an ihre Qualifikation in Bezug auf die digitalen Anwendungen gerecht werden müssen, um diesen Prozess aktiv mitzugestalten.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Hearing Implants in the Era of Digitization


Abstract:


The last years' developments could show that the rehabilitation with hearing implants is a field with the highest potential for development and innovation in otorhinolaryngology. New or extended indications were seen with developments of implants, new surgical techniques, and respective rehabilitation strategies.

With the background of limited resources, the increasing number of subjects suffering from hearing disorders, the extended indications and thus the increasing number of CI carriers as well as the need of life-long CI follow-up are one of the major challenges of the future. In order to cope with this situation, completely new strategies are required beside a close interdisciplinary cooperation and continuous development of the therapy. In this context, digitization of all these processes plays a key role.

This manuscript will describe and discuss the current developments from the perspective of a cochlea implant (CI) providing hospital. The contribution will elucidate manifold digital applications that may be implemented in all phases of CI provision, starting with patient information about the possibilities of hearing screening and preoperative evaluation up to life-long follow-up and clinical research.

The focus is mainly placed on specific applications that play a particular role in the development of digital progresses and structures in the context of cochlea implantation and that are crucial for understanding the further development.

The options of simplified fitting result for example from automated MAP creation (artificial intelligence); remote care networks (telemedicine, apps) foster the active contribution of the patients themselves and allow completely new types of location-independent healthcare (automated technical implant control, individual settings, upgrades). Central databases may create backups of the current MAP (for example in cases of repair), and document technical data and the hearing performance. Some applications described here, are already implemented in the routine, others are currently being developed.

Understanding the possibilities of digitization and their implementation in the context of hearing rehabilitation with hearing implants as well as the recognition of the enormous potential for effective, time-efficient structures is essential in order to use this potential. We as ENT specialists are important protagonists in the healthcare system and beside our high specific expertise we have to meet the requirements of our qualification with regard to digital applications so that we might actively contribute to the success of this process.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


LRO - Laryngo-Rhino-Otologie
Homepage: https://www.thieme.de/de/laryngo-rhino-otologie/profil-12497...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA6861


Informationsstand: 27.08.2019

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