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Bibliographische Angaben zur Publikation

Welche Qualifikationen brauchen Gesundheitsberufe in der Integrierten Versorgung?


Autor/in:

Mühlbacher, Axel; Pflügel, Rajko


Herausgeber/in:

Bayerischer, Berliner, Norddeutscher, Nordrhein-Westfälischer und Sächsischer Forschungsverbund Public Health; Deutsche Koordinierungsstelle für Gesundheitswissenschaften


Quelle:

Public Health Forum, 2008, Volume 16 (Issue 1), Seite 14-15, Amsterdam: Elsevier, ISSN: 0944-5587


Jahr:

2008



Abstract:


In seinem aktuellen Gutachten rät der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) zu mehr Verantwortung und Kooperation, in deren Mittelpunkt eine ganzheitliche Versorgung stehen soll. Zukünftig bedarf es einer übergreifenden Koordination der Leistungsprozesse und aufgrund des Strukturwandels, der zu veränderten Rahmenbedingungen für Leistungsprozesse führt, kommt es zunehmend auf die Kompetenzen der Mitarbeiter an. Prof. Dr. Axel Mühlbacher und Rajko Pflügel vom IGM Institut Gesundheitsökonomie und Medizinmanagement gehen der Frage nach, welche Qualifikationen die Gesundheitsberufe in der Integrierten Versorgung brauchen.

Um die Unternehmen dabei zu unterstützen, die Chancen zur Neuorientierung und Wachstum zu nutzen, wurde im Jahr 2006 in Brandenburg das Modellprojekt Kompetenzbildung und Qualifizierung in der Gesundheitswirtschaft Brandenburg initiiert. Dieses hat zum Ziel, die Leistungsbringer darin zu unterstützen, sich neu zu positionieren und personelle Kompetenzen weiterzuentwickeln. Um komplexe Krankheitsbiografien nachhaltig und wirtschaftlich zu versorgen, bedarf es einer Überbrückung von Schnittstellen und einer prozessorientierten Patientensteuerung. Es können drei maßgebliche Kompetenzen im Rahmen innovativer Konzepte der Integrierten Versorgung identifiziert werden. Das sind Netzwerkmanagement, Disease und Case Management. Grundlage hierfür ist ein allgemeines Verständnis für Gesundheit und Krankheit. Im Idealfall wird dieses Wissen durch die Erstausbildung gewährleistet.

Da die Integrierte Versorgung ein Netzwerk aus weiterhin rechtlich selbstständigen Akteuren ist, müssen alle Aktivitäten so aufeinander abgestimmt werden, dass die Leistungsschritte zu einem Komplementärprodukt verschmelzen. Zur Umsetzung des Case-Managements benötigt der Case Manager Schlüsselqualifikationen, die er aus verschiedenen Handlungskompetenzen generiert. Er kann die Kernfunktionen Advocacy, Broker und Gate-Keeper bereitstellen.

Abschließend fassen die Autoren zusammen, dass das Hauptziel der Akademisierung die Qualifizierung für institutionsgebundene Führungstätigkeiten ist. Im neuen Verständnis der Gesundheitsversorgung kann die Grundlagenausbildung das Wissens- und Verständnisfundament für Managementtätigkeiten bilden. Dennoch muss ein größerer Fokus auf betriebswirtschaftliche, organisatorische und die entsprechenden Schlüsselqualifikationen gelegt werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Public Health Forum
Homepage: https://www.degruyter.com/view/j/pubhef

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0121/6579


Informationsstand: 11.04.2008

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