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Bibliographische Angaben zur Publikation

Kurzbericht über die Erfahrungen mit der Küchenmaschine Thermomix/Fa. Vorwerk


Autor/in:

Kiesinger, Adelheid


Herausgeber/in:

Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE)


Quelle:

Ergotherapie und Rehabilitation, 1995, 34. Jahrgang (Heft 6), Seite 640, Idstein: Schulz-Kirchner, ISSN: 0942-8623


Jahr:

1995



Abstract:


Für die Abteilung Ergotherapie am Rehabilitationskrankenhaus Karlsbad-Langensteinbach wurde die Küchenmaschine Thermomix in der Patienten-Übungsküche mit Patienten verschiedener Krankheitsbilder erprobt und das Ergebnis in einem Kurzbericht veröffentlicht. Für Patienten, die aufgrund ihrer Behinderung (Schlaganfall, Hirnblutung usw.) einhändig tätig sind, ergab die Erprobung ein durchweg positives Ergebnis:

Die Maschine übernimmt Rühr-, Schneide- und Zerkleinerungsfunktionen, wobei die Maschine problemlos einhändig (links oder rechts) bedient werden kann. Eine zusätzliche Sicherheit bietet hierbei die Fixierung der Maschine durch Gumminoppen. Auch der Zusammenbau und die Reinigung der Maschine kann einhändig bewerkstelligt werden. Lediglich für Patienten mit Wahrnehmungsstörungen könnte das scharfe Schneidwerk eine Gefährdung darstellen.

Auch für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, für die die gelenkschonende Weise von Arbeitsvorgängen im Vordergrund steht, erweist sich die Maschine als erhebliche Hilfe. Problematisch ist lediglich das Gewicht des Topfes, der in jedem Fall mit zwei Händen getragen werden muss.

Für Patienten mit Merkfähigkeits-Störungen, zum Beispiel nach Schlaganfall oder Hirnverletzungen sind besonders die optimale Sicherung der Maschine, die Gefahrlosigkeit bei falscher Bedienung sowie die systematische Erklärung der Rezepte und die Bebilderung der Schalthebel zu erwähnen. Die Einarbeitung in das Gerät wird jedoch als langwierig bezeichnet.

Die Bedienelemente konnten auch von Patienten mit Tetraplegien (tiefen Tetraplegien, zum Beispiel C7, oder Patienten mit Paraplegien mit hoher Brustwirbelbeteiligung) gut bedient werden. Bei dieser Patientengruppe ist jedoch darauf zu achten, dass die Arbeitsfläche rollstuhlunterfahrbar ist. Ein weiteres Problem ist die Höhe der Maschine, da in Sitzposition nicht mehr in den Topf hineingesehen werden kann.

Generell wurde die Küchenmaschine von allen Testpatienten als zeitersparende Arbeitserleichterung empfunden, und sie war für fast alle selbstständig bedienbar. Patienten mit hohen Tetraplegien konnten zumindest einzelne Arbeitsgänge selbstständig durchführen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Ergotherapie und Rehabilitation
Homepage: https://www.skvdirect.de/ergotherapie-und-rehabilitation/
***Zu beziehen über Bibliotheken oder den Buch- und Zeitschriftenhandel***



Referenznummer:

R/ZS0082/1324


Informationsstand: 06.12.1995

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