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Bibliographische Angaben zur Publikation

Mobiles Lernen als Ressource inklusiver Bildung: Anforderungskriterien für die individuelle Förderung in der beruflichen Erstausbildung im Elektrohandwerk (Projekt KOLA, BMBF)


Autor/in:

Cubela, Dino; Prescher, Thomas; Hellriegel, Jan


Herausgeber/in:

Kremer, H.-Hugo; Büchter, Karin; Buchmann, Ulrike


Quelle:

bwp@ - Berufs- und Wirtschaftspädagogik online, 2016, Ausgabe 30, Hamburg: Eigenverlag, Online-Ressource, ISSN: 1618-8543


Jahr:

2016



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Abstract:


In der beruflichen Bildung wurde der Begriff Inklusion bis heute nicht genügend konkretisiert und erscheint daher als einer jener Begriffe, die als semantische Klammer für eine Vielzahl von Perspektiven, Interessen, Intentionen und Konzepten fungiert (vgl. Helmke/Hornsterin/Terhart 2000, 10).

Der Begriff erscheint als 'Plastikwort' (Pörksen 1992, 33), der eine Transformation in ein anschlussfähiges Verständnis von Kompetenzentwicklung benötigt. Inklusion in der beruflichen Bildung wird daher im Beitrag als das Bemühen beschrieben, durch schon vorhandene technische, institutionelle und individuelle Ressourcen den Bildungsweg aller Individuen chancengleich zu gestalten. Dazu wird im Beitrag die Theorie-Praxis-Lücke im Inklusionsdiskurs expliziert, welche ursächlich in der Dominanz eines 'klinischen' Modells der Inklusion gesehen wird. Demgegenüber wird für den Kontext der beruflichen Bildung mit seinen verschiedenen Lernorten ein 'gemäßigtes' Modell der Inklusion dargelegt, welches im Sinne einer 'Bildung für Alle' grundständig eine flexible Kompetenzorientierung zur Unterstützung behinderter Entwicklungsmöglichkeiten anstrebt.

Der Beitrag nutz dazu die vorliegenden Daten aus dem Forschungsprojekt KOLA (BMBF), das untersucht, wie mithilfe von mobilen Endgeräten ein ermöglichungsdidaktischer Ansatz in der beruflichen Erstausbildung im Berufsfeld der Elektrotechnik umsetzt werden kann. Dabei wurde eine Anforderungsanalyse als Kombination aus teilnehmender Beobachtung und offenen Leitfadeninterviews in einer Berufsschulklasse, Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung und teilnehmenden Handwerksunternehmen durchgeführt.

Mit der Synthese der vorhandenen Daten aus KOLA und dem 'gemäßigten' inklusiven Gedanken wird folgende Forschungsfrage verfolgt: Welche Anforderungen ergeben sich an das Lernen mit mobilen Endgeräten in der beruflichen Bildung zur Förderung der Inklusion?

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine Sekundäranalyse der in KOLA durchgeführten Anforderungsanalyse anhand des Inklusionsindexes nach Booth et al. (2003) vorgenommen. Die Ergebnisse der Sekundäranalyse werden dabei im Beitrag anhand der sechs Kategorien des Inklusionsindexes beschrieben.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Mobile Learning as a Resource of Inclusive Education: Requirements for Individual Advancement in Initial Vocational Training in the Electrical Trade (KOLA Project, Federal Ministry of Education and Research)


Abstract:


In the field of vocational training, the term 'inclusion' has still not been adequately defined and therefore serves as an umbrella term for a multitude of perspectives, interests, intentions and concepts (see also Helmke/Hornsterin/Terhart 2000, 10).

The term appears to be a 'plastic word' (Pörksen 1992, 33) that needs to be transformed into a clear understanding of competence development. The article thus describes inclusion in vocational training as the attempt to develop a system of education that offers equal opportunities using available technical, institutional and personal resources. The article analyses the gap between theory and practice in the discussion on inclusion, the origin of which is seen in the dominance of a 'clinical' model of inclusion. In contrast, a 'moderate' model of inclusion is presented for the context of vocational training with its various learning venues, which, in the spirit of 'education for all', strives to achieve flexible skills orientation to support development options for the disabled.

For this purpose, the article uses the data available from the research project KOLA (Federal Ministry of Education and Research), which examines how mobile terminals can be used to implement an approach of empowerment didactics in initial vocational training in electrical engineering. A requirement analysis was carried out as a combination of participating observation and semi-structured interviews in vocational school classes, inter-company apprentice tuition and participating craft enterprises.

Based on a synthesis of available data from KOLA and the 'moderate' idea of inclusion, the following research question will be addressed: What is required of learning with mobile terminals in vocational training in order to promote inclusion?

To answer this research question, a secondary analysis of the KOLA requirement analysis was carried out using the inclusion index of Booth and others (2003). The article describes the results of the secondary analysis on the basis of the six categories of the inclusion index.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


E-Mail: Online-Fachjournal bwp@ - Berufs- und Wirtschaftspädagogik online
Homepage: https://www.bwpat.de/
***Open access / Freier Zugang zu den Beiträgen des Online-Fachjournals***

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8775


Informationsstand: 07.11.2018

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