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Arbeitsvermittlung

Die Arbeitsvermittlung ist eine der Haupt­aufgaben der Bundes­agentur für Arbeit bzw. der jeweiligen Arbeitsagentur vor Ort. Die Arbeits­vermittlung kann daneben aber auch durch private Arbeits­vermittlungen (JobCenter, Personal-Service-Agenturen, Zeitarbeits­firmen etc.) erfolgen (siehe auch -> Aktivierungs- und Vermittlungs­gutschein (AVGS)).

Die Bundes­agentur für Arbeit ist vor allem zuständig für Arbeits­suchende, die Arbeits­losengeld empfangen. Durch die Arbeits­vermittlung werden Aus­bildungs- und Arbeit­suchende auf der einen Seite sowie Ausbildungs­betriebe/Arbeit­geber­innen und Arbeit­geber auf der anderen Seite zusammen­geführt. Dabei sollen die Agenturen für Arbeit Ausbildungs­suchende und schwer vermittelbare arbeitslose Personen besonders unterstützen (§ 35 Absatz 1 Satz 3 SGB III).

Aufgaben der Arbeitsvermittlung

  • arbeitslose und arbeitssuchende Personen beraten
  • berufliches Profil erstellen
  • passende Stellenanzeigen auf dem Arbeitsmarkt aufzeigen
  • über Weiterbildungsmöglichkeiten informieren
  • über mögliche finanzielle Leistungen informieren
  • über Fördermittel für eine Existenzgründung informieren
  • Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen beraten
  • bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen unterstützen

Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung schwerbehinderter Menschen / Reha-Teams

Die Bundes­agentur für Arbeit hat insbesondere die Berufs­beratung, Ausbildungs­vermittlung und Arbeits­vermittlung schwer­behinderter Menschen – ein­schließ­lich der Vermittlung von in Werk­stätten für behinderte Menschen Beschäftigten auf den allgemeinen Arbeits­markt – sowie die Beratung der Arbeit­geber und Arbeit­geberinnen bei der Besetzung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen mit schwer­behinderten Menschen durch­zuführen (§ 187 SGB IX).

Für die Arbeits- und Berufs­förderung behinderter Menschen sind bei den Arbeits­agenturen besondere Beratungs- und Vermittlungs­stellen mit so genannten Reha-Teams eingerichtet. Für die Suche und gezielte Vermittlung geeigneter Arbeits­plätze kann das Reha-Team auch einen Integrations­fachdienst (IFD) beauftragen. Der IFD unterstützt insbesondere schwer­behinderte und behinderte Menschen, die bei der Eingliederung in den allgemeinen Arbeits­markt eine besondere arbeits­begleitende Betreuung benötigen. Finanzielle Leistungen der Agenturen für Arbeit und der Integrationsämter können die Vermittlung und damit die Teilhabe schwer­behinderter Menschen am Arbeits­leben unterstützen.

(ml) 2018