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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Opel Cascada mit Fahrhilfen ab Werk: Die Freiheit geb' ich mir

Ein Praxistest



Autor/in:

Schüngel, Steffen


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

HANDICAP, 2014, 21. Jahrgang (Heft 3), Seite 72-78, Wilhelmshaven: Verlag HANDICAP


Jahr:

2014



Abstract:


Bei der Entscheidung für ein neues Auto spielen die praktischen Aspekte bei Autofahrern mit Mobilitätseinschränkung oft die wichtigste Rolle. Für Rollstuhlfahrer ist ein Cabrio grundsätzlich nur bedingt alltagstauglich: eingeschränktes Raumangebot, ein vergleichsweise kleiner Kofferraum und ein hoher Anschaffungspreis sind eindeutige Argumente.

Der Einstieg vom Rollstuhl aus stellt aber wegen der fehlenden Haltepunkte am Dach eine besondere Herausforderung dar und wird durch den breiten Schweller, für den es serienmäßig leider keine Schutzmatte gibt, nicht unbedingt erleichtert. Dafür aber lassen sich die optionalen Sportsitze leicht von außen einstellen. Letztlich ist der Wechsel auf den Fahrersitz des Cabrios jedoch eine Sache der Übung und ohne weitere Hilfsmittel möglich. Darüber hinaus bietet sich die Benutzung eines Rutschbrettes oder eine fest montierten Umsetzhilfe an.

Eine Ladehilfe ist in einem zweitürigen Cabrio nicht zu montieren. So bleibt nur der Weg über den Schoß auf den Beifahrersitz oder die Rückbank. Letzteres unterstützen die elektrisch vorfahrenden Sportsitze des Opels vorbildlich. Nach leichtem Ankippen der Rückenlehne gleitet der gesamte Sitz weit genug nach vorne, um den Faltrollstuhl sicher auf der Rückbank ablegen zu können.

Hervorzuheben ist auch das im Testfahrzeug verbaute Veigel Classic Handbediengerät. Die Dreh-/Drück-Variante steuert Gas und Bremse des mit dem 1,6 Liter Turbomotor ausgestatteten Opel Cascada sanft und feinfühlig. 'Flex-Ride' bedeutet im Fall des Cascada auch, dass die Einstellungen von Fahrwerk und Antrieb sich durch Tastendruck in drei Modi an die Fahrsituation anpassen lassen.

Der Sportmodus sorgt dabei für eine deutlich straffere Abstimmung der Fahrwerkskomponenten und ein verlängertes Ausfahren der einzelnen Gänge der Sechsgang-Automatik. Im Innenraum hält sich der Fahrtwind bei geschlossenen Seitenscheiben in Grenzen. Wer rundherum offen fahren möchte, sollte das Windschott nutzen, bekommt dann aber eventuell Probleme mit dem Rollstuhl auf der Rückbank.

Wer nicht nur den Cascada mit Faltdach, sondern auch einen faltbaren Rollstuhl nutzt, bekommt diesen dann tatsächlich problemlos auch bei geöffnetem Dach im Kofferraum unter. Der Opel Cascada kostet ungefähr 26.000 Euro.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


HANDICAP - Das Magazin für Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen und ihre Freunde
Homepage: http://www.handicap.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0130/0100


Informationsstand: 10.11.2014

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