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Bibliographische Angaben zur Publikation

Fünf Jahre Virtuelle Werkstatt

Modellprojekt legt Abschlussbericht vor



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)


Quelle:

Werkstatt:Dialog, 2009, 25. Jahrgang (Heft 4), Seite 7, Frankfurt am Main: Eigenverlag, ISSN: 1864-2993


Jahr:

2009



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Abstract:


Im Jahr 2004 wurde im Saarland das auf fünf Jahre angelegte Modellprojekt Virtuelle Werkstatt für seelisch behinderte Menschen gestartet. Mit diesem sollte Menschen mit schweren seelischen Behinderungen ein Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt ermöglicht werden.

Die 60 Beschäftigungsverhältnisse in der Virtuellen Werkstatt, deren Träger die Saarland Heilstätten GmbH ist, sollen langfristig erhalten bleiben, sicherte Sozialminister Prof. Dr. Gerhard Vigener bei der Vorstellung des Abschlussberichts zu. Man wolle das Hilfsangebot zu einem festen Bestandteil der saarländischen Werkstattlandschaft machen.

Im Abschlussbericht heißt es, dass 93 Prozent der Beschäftigten eine Verbesserung ihres Gesamtbefindens bestätigten und sich mehr als 80 Prozent an ihrem Arbeitsplatz integriert fühlten. Bei den meisten Beschäftigten kam es zudem zu einer Stabilisierung des Gesundheitszustandes und damit einhergehend zu einer deutlichen Reduzierung der stationären Krankenhausaufenthalte. Das Saarland wollte mit der Virtuellen Werkstatt einen alternativen Weg zur Beschäftigung seelisch behinderter Menschen in den Werkstätten beschreiten.

Die Mitarbeiter der Virtuellen Werkstatt sind in unterschiedlichsten Gebieten beschäftigt, die ihren beruflichen Qualifikationen entsprechen. Ihre Arbeitgeber akzeptieren die Bedingung, nach einer Einarbeitungszeit eine angemessene Vergütung zu zahlen. Auch wenn sich die Höhe der Entgelte nur zwischen 100 und 250 Euro monatlich bewegen, seien die Mitarbeiter mit ihrer Beschäftigungsform sehr zufrieden, so Vigener. Die Virtuelle Werkstatt verzichtet vollständig auf eigene Produktionsstätten und bietet ausschließlich Beschäftigungsmöglichkeiten in der Wirtschaft.

Akquiriert werden die Beschäftigungsplätze von der Virtuellen Werkstatt, die Betreuung vor Ort hingegen wird durch die Fachkräfte der Virtuellen Werkstatt sichergestellt. Die seelisch behinderten Menschen sind Beschäftigte der Virtuellen Werkstatt und sozialversicherungsrechtlich den Beschäftigten in einer anerkannten Werkstatt gleichgestellt.

Das Modellprojekt ist bundesweit auf große Resonanz gestoßen und so gibt es mittlerweile in mehreren Bundesländern ähnliche Projekte oder Bestrebungen, solche aufzubauen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Werkstatt:Dialog
Homepage: https://www.bagwfbm.de/wdg

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0117/7246


Informationsstand: 28.10.2009

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