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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erste Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget im Berufsbildungsbereich


Autor/in:

Behncke, Rolf


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)


Quelle:

Impulse, 2007, Nummer 43 (Ausgabe 3), Seite 29-30, Hamburg: Eigenverlag, ISSN: 1434-2715


Jahr:

2007



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Abstract:


Seit zehn Jahren bietet die Hamburger Arbeitsassistenz eine berufliche Orientierung- und Qualifizierungsmaßnahme für Menschen mit Lernschwierigkeiten an. Ihr Ziel ist es, diese Personen dauerhaft in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen zu integrieren. Bislang wurde das Angebot zusammen mit Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) durchgeführt.

Aufgrund einer geänderten Geschäftspolitik kündigten drei von vier Werkstätten für behinderte Menschen in Hamburg die Kooperationsvereinbarungen mit der Hamburger Arbeitsassistenz, wobei eine der Werkstätten für behinderte Menschen bereits wieder einen Kooperationsvertrag unterschrieben hat. Hierdurch wurde die Wahl der Schulabgänger aus dem Sonderschulbereich stark eingeschränkt und so stehen diesem Personenkreis nur die Angebote der Werkstätten für behinderte Menschen zur Verfügung.

In dieser Lage eröffnet die rechtliche Möglichkeit, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Form des Persönlichen Budgets zu erhalten, den Menschen in einer solchen Situation neue Perspektiven. In Hamburg sind die Werkstätten für behinderte Menschen und die Hamburger Arbeitsassistenz die einzigen Anbieter einer entsprechenden Leistung. Weiterhin existieren noch die erforderlichen Beratungsstrukturen im Sinne einer Budgetassistenz. So sind die ersten Budgets durch eine konstruktive Zusammenarbeit der Nutzer, der Hamburger Arbeitsassistenz und der Agentur für Arbeit zu Stande gekommen.

Nachfolgend beschreibt der Autor den Weg zum Budget. In der Berufsberatung der Agentur für Arbeit wurden den Schulabgängern Leistungen im Eingangsverfahren der Werkstätten für behinderte Menschen zuerkannt. Im weiteren Verlauf hat die Hamburger Arbeitsassistenz, entsprechend der Vorgaben der Agentur, durch Beratungsleistungen die einzelnen Personen auf ihrem Weg zum Persönlichen Budget unterstützt.

Die jungen Erwachsenen sollten nach der Antragstellung Verlaufspläne für die anvisierten Leistungen vorlegen. Diese Pläne wurden zusammen mit der Hamburger Arbeitsassistenz erstellt. Dies sei jedoch nicht unproblematisch, denn der Fortgang des Qualifizierungsangebots soll vom realen Lernprozess und den damit verbundenen Entwicklungen abhängig gemacht werden. Dann wurde eine Zielvereinbarung getroffen und nach Bewilligung des Budgets erhalten die Nutzer den Budgetbetrag auf ihr Konto überwiesen.

Auf dem Weg zum Persönlichen Budget, so die Autorin, gebe es noch ungeklärte Punkte, so zum Beispiel die Sozialversicherung. In diesem Punkt sind die Nutzer des Persönlichen Budgets gegenüber den Teilnehmern in den Werkstätten für behinderte Menschen schlechter gestellt. Es ist bisher noch nicht gelungen, den Budgetnehmern einen sozialrechtlichen Status zu verleihen, der eine vergleichbare Form der Kranken- und Rentenversicherung erlauben würde.

Weiterhin hat die Teilhabeform des Persönlichen Budgets keinen Einfluss auf den fachlichen Verlauf des Qualifizierungsangebots. Bei keiner der Personen stand explizit das Ziel einer eigenständigen Verfügung im Vordergrund. Dennoch war allen Nutzern klar, dass ihre beruflichen Ziele nur auf diesem Weg zu verwirklichen waren und sich über das Persönliche Budget größere Wahlmöglichkeiten ergaben.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin Impulse
Homepage: https://www.bag-ub.de/impulse

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0141/6399


Informationsstand: 23.11.2007

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