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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beitrag B6-2015: Diskriminierung einer schwerbehinderten Arbeitnehmerin durch betriebswirtschaftlich sinnlose Tätigkeit

Anmerkung zu Landesarbeitsgericht Kiel, 30.09.2014, Az.: 1 Sa 107/14



Sammelwerk / Reihe:

Beiträge des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht, Forum B: Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht, betriebliches Eingliederungsmanagement


Autor/in:

Fischer, Ulrich


Herausgeber/in:

Gagel, Alexander; Schian, Hans-Martin; Welti, Felix [u. a.]


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2015, 6 Seiten: PDF


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Diskussionsbeitrag (PDF, 158 KB).


Abstract:


Allgemeine Einführung zu Forum B:

Thematisch ist das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht (seit September 2014) in nunmehr fünf Einzelforen untergliedert (Forum A, B, C, D und E).

Das Forum B - Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht, betriebliches Eingliederungsmanagement - beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen Sozial- und Arbeitsrecht und greift zum Beispiel Fragen zum Anspruch auf behindertengerechte Beschäftigung nach § 81 SGB IX und zur Vermeidung von Diskriminierung auf. Schwerpunkt ist zudem das betriebliche Eingliederungsmanagement in Unternehmen gemäß § 84 Absatz 2 SGB IX im Sinne eines umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Diskussionsgegenstand:

Der Autor befasst sich in dem Beitrag mit einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Kiel vom 30. April 2014. Das Gericht hatte sich mit der Frage zu befassen, ob eine vom Arbeitgeber angewiesene Beschäftigung einer schwerbehinderten Arbeitnehmerin mit betriebswirtschaftlich sinnlosen Tätigkeiten, vorliegend das arbeitstägliche Sortieren von Knöpfen, eine schwerwiegende Verletzung der Persönlichkeitsrechte darstellt, die wiederum einen Anspruch auf Schadensersatz bewirkt. Das Landesarbeitsgericht bejahte zwar das Vorliegen einer Persönlichkeitsverletzung, entschied jedoch, dass aus dieser keine Schadensersatzansprüche entstehen. Das Gericht hob damit das vorinstanzliche Urteil auf, welches der Arbeitnehmerin einen Schadensersatzanspruch zusprach.

Der Verfasser kritisiert die Entscheidung des Gerichts stark und verweist auf den besonderen Stellenwert der Arbeit für Schwerbehinderte. Die gerichtliche Entscheidung missachte insgesamt die Bedeutung zentraler innerstaatlicher sowie auch internationaler Rechtsvorschriften.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Reha-Recht.de - das Onlineportal für Rehabilitations- und Teilhaberecht
Homepage: https://www.reha-recht.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

DVfRB1506


Informationsstand: 29.04.2015

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