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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis
Titel der Veröffentlichung: Medizinische und gutachtliche Aspekte der Adipositaschirurgie: Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Dango, Sebastian; Obermeyer, Christoph; Schröter, Frank [u. a.]

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2018, 114. Jahrgang (Heft 2), Seite 78-86, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490

Jahr:

2018

Der Text ist von:
Dango, Sebastian; Obermeyer, Christoph; Schröter, Frank [u. a.]

Der Text steht in der Zeitschrift:
Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 114. Jahrgang (Heft 2), Seite 78-86

Den Text gibt es seit:
2018

Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Die morbide Adipositas stellt besonders in den wohlhabenden westlichen Ländern ein geradezu epidemisch wachsendes Problem dar. Die konservative Therapie scheitert fast regelhaft an der psychischen Komorbidität und einer daraus resultierenden mangelnden Disziplin bei der Nahrungsaufnahme. Der Bewegungsmangel aggraviert insbesondere bei den jüngeren Betroffenen das Fortschreiten der Adipositaserkrankung. Weil die Kosten der morbiden Adipositas, insbesondere ihrer Begleiterkrankungen, eine enorme Dimension erlangt haben, sind effektive Therapiemaßnahmen zwingend erforderlich.

Die bariatrische Chirurgie mit ihren differenzierten Methoden hat sich nachhaltig bewährt. Die Eingriffszahlen sind im letzten Jahr weltweit, so auch in Deutschland, dramatisch angestiegen. Ein solcher Eingriff bedarf eingehender Voruntersuchungen und einer sorgfältigen präoperativen Vorbereitung der Patientinnen und Patienten mit Wahl des individuell geeigneten OP-Verfahrens sowie auch eine intensive peri- und postoperative Nachbetreuung. So ist die Therapie nicht mit dem eigentlichen Eingriff abgeschlossen, sondern bedingt eine lebenslange Nachsorge sowie etwaige beispielhaft plastische Eingriffe im Verlauf.

Hierzu bedarf es zur Kostenübernahme der präoperativen Zustimmung der zuständigen gesetzlichen Krankenversicherung, was häufig zu erheblichen Verzögerungen des notwendigen Eingriffes führt. Dabei erfolgt stets eine Einzelfallprüfung und erfordert einen umfassenden Kostenerstattungsantrag durch die Behandlerinnen und Behandler. Auch der behandelnde Chirurg sollte die gesetzlichen Vorgaben und die hierzu vorliegende Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes (BSG) kennen, um inadäquaten Verweigerungen der Kostenübernahme durch die Krankenversicherung in gebotener Sachlichkeit argumentativ begegnen zu können.

Wo bekommen Sie den Text?

Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
https://www.medsach.de

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
https://www.medsach.de

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Medical aspects and expert opinion on bariatric surgery

Obesity has become a leading problem in the industrialized world. Conventional treatment often fails due to high incidence of psychological co-morbidities, missing discipline in regards of conservative treatment approaches, and increased food supply. In addition, lack of activity facilitates obesity particular in younger patients. Therefore, effective treatment regimes are necessary to address obesity. Bariatric surgery has been shown to be very effective, also in the long term, and let to increasing numbers of surgical procedures in the last decade also in Germany. Bariatric surgery requires intense preparation including selection of the appropriate surgical approach to individually address patients medical condition. Also, intense postoperative long-term follow-up is demanded in patients with obesity. In some cases, additional operations may be required including plastic surgery. However, meeting the costs for treatment requires individual application to the responsible statutory health insurance. Comprehensive application procedures often delay treatment. Therefore, health care providers should be fully aware of actual dispensation of justice of the Federal Social Court, and its knowledge may help to argumentative address inappropriate treatment rejection by health insurances.

Referenznummer:

R/ZS0151/0206

Informationsstand: 05.06.2018