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Dokumentart(en): Graue Literatur Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: DGB-Index Gute Arbeit - Der Report 2017: Wie die Beschäftigten die Arbeitsbedingungen in Deutschland beurteilen

Mit dem Themenschwerpunkt: Arbeit, Familie, private Interessen - wodurch die Vereinbarkeit behindert wird und wie sie zu fördern ist

Obertitel:

DGB-Index Gute Arbeit

Autor/in:

k. A.

Herausgeber/in:

Institut DGB-Index Gute Arbeit

Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2017, 24 Seiten

Jahr:

2017

Der Text ist von:
Institut DGB-Index Gute Arbeit

Den Text gibt es seit:
2017

Online-Publikation anzeigen (PDF | 3,6 MB)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Die Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und privaten Interessen stellt viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor große Herausforderungen. Im Fokus des DGB-Index Gute Arbeit Report 2017 stehen die Verbreitung von Vereinbarkeitsproblemen sowie die Faktoren, die Vereinbarkeit befördern oder beeinträchtigen können. Die Befunde der bundesweiten Repräsentativerhebung basieren auf den Angaben von knapp 5.000 abhängig Beschäftigten aus allen Alters-, Branchen- und Beschäftigungsgruppen.

Die Ergebnisse zeigen: Das Auftreten von Vereinbarkeitsproblemen steht in einem deutlichen Zusammenhang mit der Qualität der Arbeitsbedingungen. Wer bei der Arbeit häufig emotionalen und psychischen Belastungen ausgesetzt ist, berichtet in deutlich höherem Maß von erschöpfungsbedingten Schwierigkeiten. Zeitliche Probleme, Arbeit und private Interessen in Einklang zu bringen, sind bei Beschäftigten besonders häufig, die nachts oder am Wochenende arbeiten. Wenig überraschend ist, dass auch überlange Arbeitszeiten von mehr als 48 Wochenstunden mit stärkeren Beeinträchtigungen einhergehen.

Die geschlechtsspezifische Dimension der Vereinbarkeit zeigt sich vor allem bei den Beschäftigten, die Kinder oder pflegebedürftige Personen betreuen. Hier zeichnet sich ein traditionell geprägtes Geschlechterarrangement ab, in dem erwerbstätige Frauen deutlich mehr Sorgearbeit leisten als Männer. Eine Voraussetzung dafür ist die hohe Teilzeitquote bei Frauen: Etwa die Hälfte der befragten weiblichen Beschäftigten arbeitet weniger als 35 Stunden pro Woche. Fast drei Viertel der teilzeitbeschäftigten Frauen geben als Grund für die reduzierte Arbeitszeit an, sich dadurch besser um familiäre Aufgaben kümmern zu können.

Etwas überraschend ist, dass Beschäftigte, die von zu Hause arbeiten, über eine schlechtere Vereinbarkeit von Arbeit und privaten Interessen berichten, als diejenigen, die nicht von zu Hause arbeiten. Dass das Homeoffice in den Augen der Beschäftigten kein Selbstläufer für eine bessere Vereinbarkeit ist, zeigt sich auch daran, dass sich nur 22 Prozent der Befragten mehr Möglichkeiten wünschen, von zu Hause zu arbeiten. Wesentlich stärker ausgeprägt ist der Wunsch nach einer Begrenzung des Arbeitstags. Dies würde für 55 Prozent der Beschäftigten die Vereinbarkeitssituation verbessern.

[Aus: Information der Herausgebenden]

Wo bekommen Sie den Text?

Institut DGB-Index Gute Arbeit
https://index-gute-arbeit.dgb.de/

Referenznummer:

R/NV5675x17

Informationsstand: 22.10.2019