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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Organisationale Gesundheitskompetenz und deren Bedeutung für Unternehmen

Autor/in:

Marquardt, Berit; Mache, Stefanie

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 2025, 75(05), Seite 243-251, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 0944-2502, eISSN: 2198-0713

Jahr:

2025

Der Text ist von:
Marquardt, Berit; Mache, Stefanie

Der Text steht in der Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 75(05), Seite 243-251

Den Text gibt es seit:
2025

Online-Publikation anzeigen (DOI: 10.1007/s40664-024-00559-8)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund

Die heutige Arbeitswelt verändert sich rasant und stellt erhöhte Anforderungen an Organisationen und deren Beschäftigte. Für Unternehmen ist daher eine gesunde und leistungsfähige Belegschaft zentral, die gesundheitskompetente Entscheidungen treffen kann. Dafür braucht es entsprechende ganzheitliche Rahmenbedingungen vonseiten der Organisation. Nur im Zusammenspiel von Individuum und Unternehmen können die bestehenden Herausforderungen bewältigt werden. Diese Literaturübersicht widmet sich der Frage, wie sich organisationale Gesundheitskompetenz von anderen verhältnisbezogenen Konstrukten abgrenzt. Zudem wird die aktuelle Studienlage zum Zusammenhang von organisationaler und individueller Gesundheitskompetenz in Unternehmen außerhalb der Gesundheitsversorgung erforscht.

Methodik

Mithilfe einer explorativen Literaturrecherche unter Verwendung eines systematischen Suchansatzes wurde in 20 unterschiedlichen Informationsmedien (7 Datenbanken, 9 Zeitschriften und 4 Bibliotheken) nach Veröffentlichungen zum Zusammenhang von organisationaler und individueller Gesundheitskompetenz in Unternehmen außerhalb der Gesundheitsversorgung gesucht.

Ergebnisse

Wie gezeigt werden kann, handelt es sich bei dem Konstrukt der organisationalen Gesundheitskompetenz um ein komplexes und heterogen konzipiertes Phänomen. Hinzu kommt, dass im Setting der Arbeitswelt außerhalb der Gesundheitsversorgung nur eine begrenzte Anzahl an Ansätzen vorliegt. Bei diesen fällt im Vergleich auf, dass sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede, zum Beispiel hinsichtlich der Gesundheitsoutcomes, bestehen. Dennoch können die Ansätze nicht durchgehend eindeutig voneinander differenziert werden. Gemäß aktuellen Studienerkenntnissen wird der Zusammenhang zwischen individueller Gesundheitskompetenz und psychischem Wohlbefinden durch die organisationale Gesundheitskompetenz vermittelt.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse verdeutlichen den defizitären Forschungsstand zur Konzeption und zu gesundheitlichen Zusammenhängen. Es bedarf zukünftig weiterer Forschungsbemühungen, um das Verständnis von organisationaler Gesundheitskompetenz im Unternehmen außerhalb der Gesundheitsversorgung zu schärfen und die komplexen Zusammenhänge zwischen der Gesundheitskompetenz von Organisationen und Individuen zu verstehen. Nur so kann die Gesundheit im Unternehmen verhältnisbezogen gefördert werden.

Wo bekommen Sie den Text?

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
https://link.springer.com/journal/40664

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Organizational health literacy and its significance for companies

Background

The current working environment is changing rapidly and imposes increased demands on organizations and their employees. Consequently, a healthy and productive workforce capable of taking health-related decisions is crucial in any company. This requires a holistic approach provided by the organization. Existing challenges can only be overcome by the interaction of addressing health literacy on individual and organizational levels. This literature review is dedicated to the question of how organizational health literacy differs from other contextual constructs. In addition, the current state of research on the relationship between organizational and individual health literacy in companies outside the healthcare sector are addressed.

Methods

An exploratory literature search involving a systematic procedure was conducted in 20 different sources (7 databases, 9 journals and 4 libraries) in order to identify publications focusing on the relationship between organizational and individual health literacy in companies outside the healthcare sector.

Results

This paper reveals that the construct of organizational health literacy is a complex and heterogeneously conceived phenomenon. In addition, there are only a limited number of approaches focusing on the setting of the working environment outside of healthcare. A comparison of these shows that there are both similarities and differences, e.g. with regard to health outcomes. Nevertheless, it is not entirely possible to differentiate these approaches from each other. According to current studies, the connection between individual health literacy and mental well-being is mediated by organizational health literacy.

Conclusion

The results demonstrate the dearth of research on the concept and its correlation with health outcomes. Therefore, further practical and research efforts are required in future in order to gain a more in-depth understanding of organizational health literacy in companies outside the healthcare sector for understanding the complex relationships between organizational and individual health literacy.

Referenznummer:

R/ZS0064/0262

Informationsstand: 20.10.2025