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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Wie lassen sich Hürden bei der Versorgung mit digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) überwinden?

Eine Betrachtung des Patientenpfads bei unipolarer Depression

Autor/in:

Schneider, Brit S.; Koerber, Florian; Kreuzenbeck, Cordula C. J. [u. a.]

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Bundesgesundheitsblatt, 2025, 68(03), Seite 336-344, Berlin, Heidelberg, Open Access: Springer, ISSN: 1436-9990, eISSN: 1437-1588

Jahr:

2025

Der Text ist von:
Schneider, Brit S.; Koerber, Florian; Kreuzenbeck, Cordula C. J. [u. a.]

Der Text steht in der Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt, 68(03), Seite 336-344

Den Text gibt es seit:
2025

Online-Publikation anzeigen (DOI:10.1007/s00103-024-04007-z)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Einleitung

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können eine wichtige Rolle bei der Behandlung von unipolarer Depression spielen. In Deutschland ist der Bedarf hoch, jedoch nutzen weniger als 1 Prozent der Patienten DiGA, was auf bestehende Hürden hinweist. Dieser Artikel gibt einen Überblick über Zugangs- und Nutzungshürden auf dem Patientenpfad und diskutiert Lösungsansätze, um die Verbreitung und Nutzung digitaler Therapien zu verbessern.

Methode

Basierend auf der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Unipolare Depression (2022) wurde ein Patientenpfad mit den Phasen „Entscheidung“, „Zugang“ und „Nutzung“ entwickelt. Anhand dieser Struktur wurden auf Basis aktueller Literatur bestehende Versorgungshürden identifiziert sowie Lösungsansätze abgeleitet. Die narrative Übersicht zeigt, dass verschiedene Faktoren den effektiven Einsatz von DiGA beeinträchtigen. In der Entscheidungsphase sind mangelndes Wissen über DiGA und fehlendes Vertrauen in ihre Wirksamkeit zentrale Herausforderungen. In der Zugangsphase stellen Datenschutzbedenken und bürokratische Hürden wesentliche Barrieren dar. Während der Nutzungsphase führen Schwierigkeiten bei der Anwendung und eine geringe Adhärenz zu einer eingeschränkten Wirksamkeit.

Ergebnisse

Um diese Hürden zu überwinden, werden mehrere Lösungsansätze vorgeschlagen. Eine umfassende Aufklärung über die Wirksamkeit digitaler Therapien könnte das Vertrauen in DiGA stärken. Verbesserungen in der Benutzerfreundlichkeit und eine stärkere Einbindung von Behandelnden könnten die Akzeptanz und Adhärenz erhöhen. Zudem könnten gezielte Schulungen für Fachkräfte und Patienten die Nutzung von DiGA fördern. Diese Erkenntnisse sind auch für andere Anwendungsbereiche digitaler Therapien relevant.

Wo bekommen Sie den Text?

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz
https://www.springer.com/medicine/family/journal/103

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz
https://www.springer.com/medicine/family/journal/103

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

How to overcome barriers to care with digital health applications (DiGA)?

A review of the patient pathway for unipolar depression

Introduction

Digital health applications (DiGA) can play an important role in the treatment of unipolar depression. In Germany, the demand is high, but less than 1% of patients use DiGA, indicating existing barriers to their use. This article provides an overview of access and usage barriers along the patient pathway and discusses possible solutions to improve the dissemination and use of digital therapies.

Methods

Based on the National Care Guideline (NVL) Unipolar Depression (2022), a patient pathway with the phases of “decision,” “access,” and “usage” was developed. Using this structure, existing care barriers were identified based on current literature, and solutions were derived. The narrative review shows that various factors hinder the effective use of DiGA. In the decision phase, lack of knowledge about DiGA and lack of trust in their effectiveness are central challenges. In the access phase, data protection concerns and bureaucratic hurdles are significant barriers. During the usage phase, difficulties in application and low adherence lead to limited effectiveness

Results

Several solutions are proposed to overcome these barriers. Comprehensive education about the effectiveness of digital therapies could strengthen trust in DiGA. Improvements in user-friendliness and greater involvement of healthcare providers could increase acceptance and adherence. Additionally, targeted training for professionals and patients could promote the use of DiGA. These insights are also relevant for other areas of digital therapies.

Referenznummer:

R/ZA0112/0095

Informationsstand: 13.07.2025