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Dokumentart(en): Sammelwerksbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Evaluation einer Intervention zur Steigerung des Nachsorge-Nutzungsverhaltens von Rehabilitanden mit psychischen und Verhaltensstörungen

Vortrag auf dem 29. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 2. bis 4. März 2020 in Hannover (ausgefallen)

Obertitel:

Prävention und Rehabilitation - der Betrieb als Partner

Autor/in:

Frankhänel, Thomas; Samos, Franziska-Antonia; Frese, Thomas

Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)

Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2020, Seite 277-279

Jahr:

2020

Der Text ist von:
Frankhänel, Thomas; Samos, Franziska-Antonia; Frese, Thomas

Den Text gibt es seit:
2020

Online-Publikation anzeigen (in: Reha-Kolloquium 2020) (PDF | 6,8 MB)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Aufgrund ihres häufig rezidivierenden und oft über Jahre persistierenden Verlaufs gehen psychische und Verhaltensstörungen mit einem erhöhten Risiko eines dauerhaften Verlustes der Erwerbsfähigkeit einher. Allein 2014 kam es bedingt durch psychische Störungen bundesweit zu insgesamt 32.488 Rentenzugängen aufgrund verminderter Erwerbsfähigkeit nach SGB VI. Die Anzahl hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt. Auch im Bereich der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland (DRV-MD) ist die Anzahl der Leistungen zur Rehabilitation von psychischen und Verhaltensstörungen seit dem Jahr 2000 erheblich gestiegen.

Im Rahmen der ambulanten Rehabilitationsnachsorge werden Patient:innen, die zuvor eine stationäre psychosomatische Rehabilitationsbehandlung durchlaufen haben, dabei unterstützt, das während der stationären Heilbehandlung erreichte Rehabilitationsergebnis im Alltag und insbesondere im Berufsleben zu verankern.

Bisher wurden weder Wirksamkeit noch Nutzungsverhalten von Patient:innen in der ambulanten Nachsorge systematisch untersucht. Eine längsschnittliche Untersuchung der entsprechenden Parameter wurde deshalb durch die DRV-MD gefördert, um zum Beispiel Gründe beziehungsweise Prädiktoren für den vorzeitigen Abbruch der ambulanten Nachsorge zu identifizieren. Darüber hinaus sollte durch die Verwendung eines Therapietagebuchs eine Steigerung der Wirksamkeit der Nachsorgebehandlung erzielt werden. Therapietagebücher fördern die individuelle Reflektion erreichter Verbesserungen und dienen zur Stabilisierung erreichter Therapiefortschritte. In mehreren Studien konnte die Wirksamkeit entsprechender Tagebücher nachgewiesen werden (Deck et al., 2014).

Das für diese Untersuchung entwickelte Therapietagebuch zielt auf eine Bewusstmachung der durch die Gruppentherapiesitzungen ermöglichten Einsichten und Erfahrungen. Im Rahmen der Untersuchung sollte deshalb unter anderem überprüft werden, inwieweit durch den Einsatz eines für den Nachsorge-Kontext entwickelten Therapietagebuchs eine stärkere Reduktion körperlicher wie psychischer Symptome erreicht werden kann.

Wo bekommen Sie den Text?

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Referenznummer:

R/NV1496x065

Informationsstand: 30.12.2020