Betrifft folgende Drucksachen:
- 04.12.2023 BT-Drucksache 20/9623 (Kleine Anfrage Fraktion DIE LINKE)
- 28.12.2023 BT-Drucksache 20/9929 (Antwort Bundesregierung)
Aus dem Inhalt:
Psychische Belastung bei der Arbeit hat viele Ursachen - steigende Arbeitsintensität, mangelnde soziale Unterstützung, überlange und ungünstige Verteilung der Arbeitszeit oder Umgebungsfaktoren wie Lärm, Beleuchtung oder Hitze. Als externe Faktoren belasten nach den Corona-Beschränkungen nun Krieg, Energiekrise und Inflation die abhängig Beschäftigten zusätzlich. Jüngste Daten der Techniker Krankenkasse (TK) bestätigen, dass psychische Erkrankungen unter den TOP-3-Gründen für eine Krankschreibung liegen (www.tk.de/presse/themen/praevention/gesunder-arbeitsplatz/arbeitgeber-studie-whatsnext-2145326).
Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) stellt fest, dass sich „angesichts der sich in der Arbeitswelt vollziehenden digitalen Transformation auch Veränderungen der psychischen Belastung bei der Arbeit“ ergeben (www.gda-portal.de/DE/GDA/3-GDA-Periode/AP-Psyche/AP-Psyche_node.html) und hat psychische Belastungen zu einem der Arbeitsschwerpunkte der dritten GDA-Periode (2021 bis 2024) erklärt.
Jedoch existiert weiterhin keine Anti-Stress-Verordnung, die aus Sicht der Fragesteller geeignet wäre, Beschäftigte vor den Auswirkungen psychischer Belastung bei der Arbeit zu schützen. Bereits am 3. Mai 2013 hatte der Bundesrat eine entsprechende Verordnung beschlossen (Bundesratsdrucksache 315/13).
Mit dieser Kleinen Anfrage sollen der aktuelle Stand psychischer Belastungen in der Arbeitswelt und die diesbezüglichen Vorhaben der Bundesregierung erfragt werden.
Anmerkung der Redaktion:
Der Link zur Online-Publikation führt zum gesamten parlamentarischen Vorgang beim Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentsmaterialien (DIP), welches öffentlich zugängliche Materialien des Deutschen Bundestages und des Bundesrates zur Verfügung stellt; darunter Plenardebatten, Gesetzentwürfe, Anträge, Anfragen und Berichte.