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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Online-Publikation Forschungsergebnis
Titel der Veröffentlichung: Routine und Innovation: Aktuelle und künftige Entwicklungen der arbeitsmedizinischen Vorsorge

Eine qualitative Erhebung

Autor/in:

Feigl, M.; Kaifie-Pechmann, Andrea; Kienle, K.-P.

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

ASU - Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin, 2026, 61(01), Seite 36-44, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052 (Linking)

Jahr:

2026

Der Text ist von:
Feigl, M.; Kaifie-Pechmann, Andrea; Kienle, K.-P.

Der Text steht in der Zeitschrift:
ASU - Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin, 61(01), Seite 36-44

Den Text gibt es seit:
2026

Online-Publikation anzeigen (DOI: 10.17147/asu-1-501500)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Zielstellung:

Die arbeitsmedizinische Vorsorge (AV) soll Beschäftigte bestmöglich vor negativen physischen und psychischen Auswirkungen am Arbeitsplatz schützen. Dabei wird die Durchführung der AV durch die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) grundsätzlich geregelt und durch die Arbeitsmedizinischen Regeln und die Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) weiter konkretisiert. Ziel dieser Studie ist es, durch eine qualitative Erhebung, eine grund­legende Einschätzung zu erhalten, wie Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner die praktische Umsetzung der AV wahrnehmen und einschätzen.

Methoden:

Für die Datenerhebung wurde ein qualitativer Erhebungsansatz mithilfe von Fokusgruppen gewählt. Es wurden insgesamt drei Fokusgruppensitzungen mit erfahrenen Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmedizinern aus verschiedenen Bereichen der Arbeitsmedizin durchgeführt, um deren Sichtweisen zu den aktuellen Fragestellungen der AV abzubilden.

Ergebnisse:

Die Studie zeigt, dass die ganzheitliche Vorsorge bereits etabliert ist und von Betriebsmedizinerinnen und Betriebsmedizinern in Groß­unternehmen gut umgesetzt wird, während es bei den überbetrieblichen Diensten und Niedergelassenen noch Schwierigkeiten in der Umsetzung gibt. Überdiagnostik spielt vor allem bei den Untersuchungen eine Rolle. Es wurde deutlich, dass der Wandel von der Untersuchungs- zur Beratungsmedizin stattgefunden hat und der Fokus auf der Beratung und Prävention liegt. Als Weiterentwicklungspotenziale wurde der Ausbau der intersektoralen Verknüpfung und eine verbesserte Analyse sowie schnellere Umsetzung der Erkenntnisse, die aus der AV gewonnen werden, bezeichnet.

Schlussfolgerungen:

Die Studie gibt einen Hinweis darauf, dass das Potenzial der AV durch eine intersektorale Verknüpfung, eine verbesserte Evidenz der Maßnahmen und einen verstärkten Fokus auf den Beratungsaspekt noch weiter erhöht werden könnte.

Wo bekommen Sie den Text?

ASU Arbeitsmedizin | Sozialmedizin | Umweltmedizin
Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

ASU Arbeitsmedizin | Sozialmedizin | Umweltmedizin
Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Between routine and innovation: Current and future developments in occupational health care

A qualitative survey

Objective:

Occupational health surveillance (OHS) is intended to safeguard employees against adverse physical and psychological effects arising from work. Its implementation in Germany is governed by the Ordinance on ­Occupational Health Care (ArbMedVV) and further specified by AMR 3.3 and DGUV guidance. This qualitative study explores how occupational physicians perceive and evaluate current OHS practice.

Methods:

A qualitative focus-group design was employed. Three focus groups were conducted with experienced occupational physicians from diverse practice settings—corporate in-house services, inter-company services, and private practices—to capture their perspectives on contemporary OHS challenges.

Results:

Holistic preventive care is well known and largely implemented within large corporations, whereas inter-company services and private practices still encounter implementation barriers. Overdiagnosis continues to be a relevant issue, particularly in relation to medical examinations. Participants confirmed a shift from examination-centred to consultation-centred practice, placing greater emphasis on counselling and prevention. Suggested improvements include stronger cross-sector collaboration and more systematic analysis and rapid application of insights generated through OHS activities.

Conclusions:

The findings indicate that the impact of OHS could be further enhanced by bolstering intersectoral integration, strengthening the evidence base for preventive measures, and intensifying the focus on its consultative component.

Referenznummer:

RZ/0026/0982

Informationsstand: 11.05.2026