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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag
Titel der Veröffentlichung: Die neue Berufskrankheit (BK) Nummer 2117 - Läsion der Rotatorenmanschette - und der Vorrang der Ergebnisse des Ärztlichen Sachverständigenbeirats Berufskrankheiten (neuer § 1 Absatz 2 BKV) aus juristischer Sicht

Autor/in:

Becker, Peter

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

MedSach - Zeitschrift für medizinische Sachverständige, 2026, 122(01), Seite 38-44, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490 (Linking)

Jahr:

2026

Der Text ist von:
Becker, Peter

Der Text steht in der Zeitschrift:
MedSach - Zeitschrift für medizinische Sachverständige, 122(01), Seite 38-44

Den Text gibt es seit:
2026

Original-Abstract anzeigen (HTML)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Grundlage für die Entscheidung über das Vorliegen einer Berufskrankheit (BK) muss nach der derzeitigen Rechtslage und der gefestigten Rechtsprechung der jeweilige aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisstand sein. Der neue § 1 Absatz 2 BKV mit der Anordnung der vorrangigen Berücksichtigung der veröffentlichten Ergebnisse des ÄSVB BK bei der Entscheidung über eine BK scheint, diese Rechtslage ändern zu wollen. Die Vorschrift ist allerdings aus zahlreichen Gründen nicht sinnvoll sowie verfassungsrechtlich fragwürdig. Daher ist sie so auszulegen, dass diesen Ergebnissen keine rechtliche Verbindlichkeit beigemessen wird und sie nur regelmäßig in die Konkretisierung der BK-Bezeichnungen einzubeziehen sind.

Die neue BK Nummer 2117 wirft aus juristischer Sicht Fragen auf zu den einheitlichen Grenzwerten für Männer und Frauen, dem Zusammenwirken verschiedener Einwirkungen bei der anzustellenden Gesamtbetrachtung im Einzelfall sowie dem Ursachenzusammenhang zwischen Hand-Arm-Schwingungen und der Erkrankung.

Wo bekommen Sie den Text?

MedSach - Zeitschrift für medizinische Sachverständige
Titel bis einschließlich 2025: Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
https://www.medsach.de

MedSach - Zeitschrift für medizinische Sachverständige
Titel bis einschließlich 2025: Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
https://www.medsach.de

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The new occupational disease no. 2117 - rotator cuff lesion - and the precedence of the findings of the Medical Advisory Board on Occupational Diseases (new § 1 para. 2 BKV) from a legal perspective

Under current law and established case law, the basis for determining whether an occupational disease (OD) exists must be the current state of scientific knowledge. The new Section 1, Paragraph 2 of the German Occupational Diseases Ordinance (BKV), which mandates that published findings from the German Association of Statutory Health Insurance Physicians (ÄSVB BK) be given priority in determining whether an OD exists, appears to attempt to change this legal situation. However, this provision is not sensible for numerous reasons and is constitutionally ques-tionable. Therefore, it should be interpreted in such a way that these findings are not legally binding and are only to be considered regularly in the context of specifying OD classifications.

From a legal perspective, the new OD No. 2117 raises questions regarding the uniform threshold values for men and women, the interplay of various factors in the overall assessment required in each individual case, and the causal relationship between hand-arm vibrations and the disease.

Referenznummer:

R/ZS0151/0312

Informationsstand: 08.05.2026