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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Randomisierte kontrollierte Studie zur Evaluation der Effektivität einer digitalen Gesundheitsanwendung (Kaia) zur Prävention von Rückenschmerzen und Verbesserung der Lebensqualität beim Krankenpflegepersonal

Digitale Anwendungen in der Prävention von Rückenschmerzen beim Pflegepersonal

Autor/in:

Knoblich, Anna; Fuchs, Tatjana; Kaifie-Pechmann, Andrea [u. a.]

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

ASU - Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin, 2025, 60(09), Seite 560-564, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052, eISSN: 2363-4669

Jahr:

2025

Der Text ist von:
Knoblich, Anna; Fuchs, Tatjana; Kaifie-Pechmann, Andrea [u. a.]

Der Text steht in der Zeitschrift:
ASU - Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin, 60(09), Seite 560-564

Den Text gibt es seit:
2025

Online-Publikation anzeigen (DOI: 10.17147/asu-1-470768)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Einleitung

Vor allem im stationären Bereich geben viele Pflegekräfte häufig Rückenschmerzen aufgrund der starken körperlichen Belastung an. Es gibt nur wenige betriebsspezifische Präventionsprogramme, die dieses Problem adressieren. Digitale Präventionsprogramme sind im arbeitsmedizinischen Kontext in Deutschland derzeit noch nicht etabliert.

Ziel

Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob die regelmäßige Nutzung der digitalen Gesundheitsanwendung (DiGA) Kaia Health im Vergleich zur Standardprävention zu Verbesserungen in Bezug auf Schmerzen, Lebensqualität, körperliche Funktion, Schlafverhalten und psychische Gesundheit bei Pflegekräften führt. Sekundär wird der Einfluss der App Kaia Health auf die Bewegungs- und Gesundheitskompetenz sowie auf die Wirbelsäulenbeweglichkeit und Gang untersucht.

Methode

In einer monozentrischen, prospektiven, randomisierten kontrollierten Studie (DRKS-ID 00036889, Registrierung 14.05.2025) sollen etwa 120 Pflegekräfte mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung zu gleichen Teilen einer Kontrollgruppe (Standardprävention) oder einer Interventionsgruppe (Kaia-App) zugewiesen werden. Die Interventionsgruppe absolviert ein tägliches Bewegungstraining mit der App Kaia Health Rücken, während die Kontrollgruppe eine einmalige präventive Beratung mit Empfehlungen zu Übungen sowie Informationen zu Kursen und Sportprogrammen am Uniklinikum Erlangen erhält. Die Datenerhebung erfolgt zu drei Zeitpunkten mit Hilfe validierter Fragebögen zur Schmerzintensität, Lebensqualität, psychischer Gesundheit, Schlafqualität und Bewegungs- und Gesundheitskompetenz sowie durch objektive Messungen mittels Wirbelsäulenbeweglichkeitsmessung und der Ganganalyse.

Erwartete Ergebnisse

Basierend auf bisherigen Studien zur Wirksamkeit der Kaia-App wird in der Interventionsgruppe eine signifikante Verbesserung des körperlichen und psychischen Wohlbefindens als auch der Bewegungs- und Gesundheitskompetenz sowie der Wirbelsäulenbeweglichkeit und des Gangbildes erwartet.

Diskussion

Die Studie zählt zu den ersten arbeitsmedizinischen, randomisierten, kontrollierten Studien zur Wirksamkeit einer DiGA im Pflegebereich und bietet somit Potenzial für neue Impulse einer digitalen Präventionsstrategie im Gesundheitswesen. Eine zentrale Herausforderung in dieser Studie ist die Rekrutierung und der zeitliche Aufwand der Teilnehmenden, der sich negativ auf die Teilnahmebereitschaft auswirken kann. Auch die Adhärenz der Teilnehmenden kann das Studienergebnis maßgeblich beeinflussen.

Wo bekommen Sie den Text?

Arbeitsmedizin | Sozialmedizin | Umweltmedizin
ASU
Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Arbeitsmedizin | Sozialmedizin | Umweltmedizin
ASU
Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

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Randomized controlled trial to evaluate the effectiveness of a digital health application (Kaia) for the prevention of back pain and improvement of quality of life among nursing staff

Digital applications in the prevention of back pain among nursing staff

Introduction

Many healthcare professionals, especially in inpatient settings, frequently report chronic back pain due to high physical workload. There are only a few specific prevention programs in that address this issue. Digital prevention programs are not yet established in occupational medicine in Germany.

Objective

The study aims to investigate whether the regular use of the digital health application Kaia Health, compared to standard prevention, leads to improvements in pain, quality of life, physical function, sleep behavior, and mental health in healthcare professionals. Secondarily, the influence of the Kaia Health app on physical-activity-related-health-competency and health competency as well as on spinal mobility and gait is being investigated.

Method

In a monocentric, prospective, randomized controlled trial (DRKS-ID 00036889, registered on 14.05.2025), approximately 120 healthcare professionals with at least five years of professional experience will be equally assigned to either a control group (standard prevention) or an intervention group (Kaia Health app against back pain). The intervention group will complete daily exercise training with the Kaia Health app, while the control group will receive a one-time preventive consultation with exercise recommendations and information on courses and sports programs at the University Hospital Erlangen. Data will be collected at three time points using validated questionnaires on pain intensity, quality of life, sleep quality, mental health, physical-activity-related-health competence and health competence as well as objective measurements using spinal mobility measurement and gait analysis.

Expected Results
Based on previous studies on the effectiveness of the Kaia app, a significant improvement in physical and psychological well-being as well as improvement in physical-activity-related-health-competency, mobility and gait is expected in the intervention group.

Discussion

This study is among the first occupational medicine randomized controlled trial on the effectiveness of a digital health application (DHA) in nursing staff and thus offers potential for new impulses for a digital prevention strategy in healthcare. Possible limitations arise from recruitment and the time commitment, which can negatively impact willingness to participate. The self-motivation of participants can also significantly influence the study results.

Referenznummer:

R/ZS0026/0661

Informationsstand: 29.10.2025