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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis
Titel der Veröffentlichung: Update Post-COVID-Begutachtung auf neurologisch-psychiatrischem Fachgebiet

Autor/in:

Widder, Bernhard

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2025, 121(01), Seite 24-32, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490 (Linking)

Jahr:

2025

Der Text ist von:
Widder, Bernhard

Der Text steht in der Zeitschrift:
Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 121(01), Seite 24-32

Den Text gibt es seit:
2025

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Auch annähernd fünf Jahre nach Beginn der SARS-Cov-2-Pandemie gestaltet sich die Begutachtung des vor allem im Rahmen einer Berufskrankheit geltend gemachten Post-COVID-Syndroms schwierig, nachdem hierfür weiterhin keine spezifischen Biomarker bekannt sind.

Inzwischen vorliegende Studien belegen jedoch, dass dem initialen Schweregrad der COVID-19-Erkrankung, der jeweiligen Virus-Variante, psychosozialen Belastungsfaktoren sowie vorbestehenden respiratorischen und psychischen Problemen entscheidende Bedeutung für die Entwicklung länger anhaltender COVID-Folgen zukommt. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass initial leichtgradige COVID-19-Erkrankungen hinsichtlich der Rekonvaleszenz im Regelfall nicht wesentlich anders verlaufen als andere bekannte virale Atemwegserkrankungen.

Sofern Organschäden vor allem auf pulmologischem und kardiologischem Fachgebiet ausgeschlossen wurden, ist der Nachweis eines Post-COVID-Syndroms daher weiterhin nur dann zu führen, wenn in Abgleich von Aktenlage, Anamnese, Verlauf sowie klinischen und neuropsychologischen Befunden einschließlich geeigneter Beschwerdenvalidierungsverfahren ein schlüssiges Bild vorliegt.

Wo bekommen Sie den Text?

MedSach - Zeitschrift für medizinische Sachverständige
Titel bis einschließlich 2025: Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
https://www.medsach.de

MedSach - Zeitschrift für medizinische Sachverständige
Titel bis einschließlich 2025: Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Update on post-COVID assessment in the neurological-psychiatric field

Even almost 5 years after the start of the SARS-Cov-2 pandemic, the expert assessment of post-COVID syndrome, which is primarily claimed as an occupational disease, has remained difficult, as there are still no specific biomarkers.

However, studies now available show that the initial severity of the COVID-19 disease, the respective virus variant, psychosocial stress factors and pre-existing respiratory and mental health problems are of critical importance for the development of longer-lasting COVID-19 sequelae. In addition, it has been demonstrated that initially mild COVID-19 diseases generally do not differ significantly from other known viral respiratory diseases in terms of convalescence.

If organ damage, especially of a pulmonological or cardiological form, has been excluded, evidence of post-COVID syndrome may only be provided where there is a conclusive synopsis by comparing the medical records, medical history, progression and clinical and neuropsychological findings, including suitable validation of the complaint.

Referenznummer:

R/ZS0151/0298

Informationsstand: 28.04.2025