Der TREKKER ist ein neues Navigationssystem, das mit Hilfe von GPS und digitalem Kartenmaterial blinden und sehbehinderten Menschen eine bessere Orientierung in der Stadt und in ländlicher Umgebung ermöglicht. Er ist eine sinnvolle Ergänzung zu Langstock und Führhund, jedoch nicht als Ersatz dieser Führungshilfen geeignet.
Um eine Route einzugeben, muss man einen festgelegten Ausgangspunkt haben. Von diesem aus gibt man dann das Ziel über die Braille-Tastatur ein. Mit diesem System kann man sich sowohl in bekannter als auch in unbekannter Umgebung führen lassen. Dies funktioniert gut, solange man eine Satellitenverbindung, beziehungsweise eine relativ gute Satellitenverbindung hat.
Es kann ebenso eine Route zur Vorbereitung und Vororientierung „virtuell“ zu Hause erkundet werden. So kann man sich schon auf den Weg vorbereiten und geht ihn nicht mehr so „unbekannt". Es besteht auch die Möglichkeit, den TREKKER im Auto zu benutzen. Dabei stellt man auf „Fahrzeugmodus“ und bekommt alle Straßen angesagt.
Der Freie Modus schaltet sich ein, wenn man sich von Fahrstraßen/-wegen weg auf Wiesen- oder Wanderwege begibt. Hier ist es möglich, sich markante Punkte zu programmieren. Im freien Modus werden diese markanten Punkte dann beim erneuten Gehen dieser Strecke gefunden und angesagt.
Zur Eingabe über die Braille-Tastatur gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit der Eingabe wie beim Handy. Dann sind die „Löcher“ wie die Handytastatur angeordnet. Die Buchstaben können dann durch mehrmaliges Drücken der entsprechenden „Taste“ eingegeben werden.
Der TREKKER ist ein zum Stock sehr gutes ergänzendes Hilfsmittel zur Orientierung. Er kann jedoch auf keinen Fall den Stock oder in manchen Fällen die Begleitperson ersetzen. Das System macht aber ein gutes Stück unabhängiger und ist zudem nervenschonender, da beim Gehen weniger Konzentration erforderlich ist.