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Dokumentart(en): Sammelwerksbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Anträge auf Psychosomatische Rehabilitation - Häufigkeit, Qualität und Befürwortungsrate

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg

Obertitel:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation

Autor/in:

Ahnert, Jutta; Schuler, Michael; Legner, Reinhard [u. a.]

Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)

Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 330-332

Jahr:

2015

Der Text ist von:
Ahnert, Jutta; Schuler, Michael; Legner, Reinhard [u. a.]

Den Text gibt es seit:
2015

Online-Publikation anzeigen (in: Reha-Kolloquium 2015) (PDF | 5 MB)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Psychische und psychosomatische Krankheiten sind die zweithäufigste Erstdiagnose bei stationären medizinischen Rehabilitationsleistungen der Deutschen Rentenversicherung und ihr Anteil hat in den letzten Jahren stetig zugenommen (von 17 % im Jahr 2000 auf 22 % im Jahr 2012 (DRV Bund, 2013). Es ist anzunehmen, dass die Anzahl an Anträgen auf eine psychosomatische Reha auch in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird. Bisher existieren jedoch kaum Daten über die Häufigkeit, die Qualität und die Befürwortungsquote dieser Anträge.

Für die Prüfärzte der Deutsche Rentenversicherung ist es wichtig, im Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und im beigefügten ärztlichen Befundbericht ausreichend Informationen zu erhalten, die es dem Prüfarzt ermöglichen, eine fundierte sozialmedizinische Beurteilung des Reha-Bedarfs, der Reha-Motivation, der Reha-Fähigkeit und der Reha-Prognose eines Versicherten abzugeben. Die Empfehlung für eine psychosomatische Rehabilitation sowie die Erstellung des ärztlichen Befundberichts erfolgt allerdings oft durch den Hausarzt und nicht durch einen Experten, das heißt einen Facharzt für Psychiatrie oder einen Ärztlichen oder Psychologischen Psychotherapeuten. Psychische Störungen werden von Hausärzten jedoch häufig nicht erkannt oder fehlerhaft diagnostiziert, was sowohl zu Überversorgung als auch zu Unter- oder Fehlversorgung führen kann (Jacobi et al., 2002).

Diskussion der Ergebnisse: Um die Aussagekraft von Anträgen auf eine psychosomatische Rehabilitation zu erhöhen und eine raschere Entscheidung und eine bessere Indikationsstellung zu ermöglichen, könnte es sinnvoll sein, darauf hinzuarbeiten, dass die Befundberichte von Fachärzten für Psychiatrie oder Psychotherapeuten erstellt werden. Der dabei erstellte Befundbericht würde den Prüfärzten eine bessere Entscheidungsgrundlage für die Bewilligung oder Ablehnung eines Reha-Antrags liefern, und es wäre - sofern der Reha-Antrag genehmigt wird - sichergestellt, dass die Rehabilitanden mit passenderen Erwartungen in die psychosomatische Rehabilitation gelangen.

Wo bekommen Sie den Text?

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Referenznummer:

R/NV396478

Informationsstand: 14.09.2015