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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag
Titel der Veröffentlichung: COVID-19 als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Brandenburg, Stephan; Woltjen, Michael

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2021, 117. Jahrgang (Heft 03), Seite 113-118, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490

Jahr:

2021

Der Text ist von:
Brandenburg, Stephan; Woltjen, Michael

Der Text steht in der Zeitschrift:
Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 117. Jahrgang (Heft 03), Seite 113-118

Den Text gibt es seit:
2021

Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Die rechtliche Beurteilung über das Vorliegen einer Berufskrankheit oder eines Arbeitsunfalls bei COVID-19 erfolgt nach denselben Grundsätzen wie bei anderen viralen Infektionen auch.

Die Erkrankung infolge einer nachweislich beruflich erworbenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wird als Berufskrankheit der BK-Nummer 3101 anerkannt, wenn die betroffene versicherte Person zum Zeitpunkt der Infektion im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig war, oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war.

Da die Unfallversicherung allein für die Verwirklichung eines versicherten (in der Regel beruflichen) Infektionsrisikos einzustehen hat, ist immer der Nachweis eines Verursachungszusammenhangs zwischen dem versicherten erhöhten Infektionsrisiko und dem Eintritt der Erkrankung festzustellen. Dieser Nachweis ist erbracht, wenn die berufliche Verursachung überwiegend wahrscheinlich ist.

Bei COVID-19-Erkrankungen infolge einer versicherten Tätigkeit, die nicht vom Anwendungsbereich der BK-Nummer 3101 erfasst wird, kommt eine Prüfung anhand der rechtlichen Vorgaben für einen Arbeitsunfall in Betracht.

Wo bekommen Sie den Text?

Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
https://www.medsach.de

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

COVID-19 as an occupational disease or accident at work

The legal appraisal of the presence of an occupational disease or an accident at work in the case of COVID-19 is carried out in accordance with the same principles as other viral infections. Illness as a result of a coronavirus SARS-CoV-2 infection proven to have been contracted in the workplace is recognised as an occupational disease (BK number 3101) if the insured party was working at the time of infection in the health service, in public welfare or in a laboratory, or was similarly exposed to the risk of infection as a result of another activity. Since the accident insurance alone has to vouch for the realisation of an insured (occupational as a rule) risk of infection, it is always necessary to establish proof of a causal relationship between the insured elevated risk of infection and the onset of illness. This proof is provided if the occupational cause is highly likely. Any cases of COVID-19 contracted as a result of an insured activity that is not covered by the scope of application of BK number 3101 are considered for assessment based on the legal requirements for an accident at work.

Referenznummer:

R/ZS0151/0236

Informationsstand: 13.09.2021