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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Ergebnisse einer Expertenbefragung zur Umsetzung der ganzheitlichen arbeitsmedizinischen Vorsorge in der betrieblichen Praxis

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Aupers, Solveig; Liebers, Falk

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

ASU, 2023, 58. Jahrgang (Ausgabe 4), Seite 250-260, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052, eISSN: 2363-4669

Jahr:

2023

Der Text ist von:
Aupers, Solveig; Liebers, Falk

Der Text steht in der Zeitschrift:
ASU, 58. Jahrgang (Ausgabe 4), Seite 250-260

Den Text gibt es seit:
2023

Online-Publikation anzeigen (DOI: 10.17147/asu-1-266306)

Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Zielstellung:
Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) hat zum Ziel, arbeitsbedingte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu verhüten, Beschäftigte individuell zu beraten sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Fragen des betrieblichen Gesundheitsschutzes zu unterstützen. Auf das Präventionspotenzial eines ganzheitlichen Ansatzes der arbeitsmedizinischen Vorsorge wird seit längerem hingewiesen. Mit der letzten Novellierung der ArbMedVV wird dies nochmals gestärkt. Anliegen der Studie war es, über Expert*inneninterviews mit Stakeholdern des medizinischen Arbeitsschutzes Einschätzungen zur Umsetzung der ganzheitlichen arbeitsmedizinischen Vorsorge (GAMV) zu erhalten.

Methode:
Es wurden elf Expert*inneneninterviews mit vierzehn Vertreterinnen und Vertretern der Bänke des Ausschusses für Arbeitsmedizin (AfAMed) beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geführt und ausgewertet. Dem Interviewleitfaden lag folgendes Modell zugrunde: Zum einen sind Einflussfaktoren (zum Beispiel rechtliche und betriebliche Rahmenbedingungen) auf die Umsetzung der GAMV zu berücksichtigen. In Bezug auf die Effekte der GAMV ist zum anderen zwischen den Erwartungen, der tatsächlich beobachteten Umsetzung und den erzielten Ergebnissen zu unterscheiden. Außerdem sind daraus abgeleitete Aspekte (zum Beispiel Bedarfe) zu betrachten.

Ergebnisse:
Es wird deutlich, dass es Defizite bei der (erfolgreichen) Umsetzung der GAMV gibt. Mögliche Gründe hierfür liegen zum Beispiel im rechtlichen Rahmen, in Ressourcenfragen, in strukturellen und organisatorischen Aspekten der betrieblichen Gesundheitsvorsorge sowie in der Information und Motivation der Beteiligten.

Schlussfolgerungen:
Die Ergebnisse legen nahe, dass der in der ArbMedVV formulierte ganzheitliche Ansatz der arbeitsmedizinischen Vorsorge in Bekanntheit und Umsetzung Unterstützung benötigt. Hilfreich wird nach Auffassung der Expertinnen und Experten die neue arbeitsmedizinische Regel (AMR 3.3) zur GAMV sein.

Wo bekommen Sie den Text?

Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin: ASU
Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin: ASU
Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Results of an expert survey on the implementation of holistic occupational preventive healthcare in company practice

Objectives:
The aim of the Ordinance on Preventive Occupational Medicine (ArbMedVV) is to detect and prevent work-related diseases at an early stage, to provide employees with individual advice and to support employers in matters of occupational health protection. The prevention potential of a holistic approach to occupational healthcare has been indicated for some time and is being further reinforced with a recent amendment to the ArbMedVV. The aim of this study was to obtain assessments of the implementation of holistic occupational healthcare (GAMV) based on expert interviews with occupational health and safety stakeholders.

Methods:
Eleven expert interviews were conducted and evaluated with fourteen representatives from the units of the Committee for Occupational Medicine (AfAMed) at the Federal Ministry of Labour and Social Affairs (BMAS). The interview guide was based on the following model: On the one hand various factors influencing the implementation of the GAMV (for example legal and operational framework conditions) must be taken into account. With regard to the effects of the GAMV, a distinction must be made between expectations, the actual implementation observed, and the results achieved. In addition, derived aspects are to be considered.

Results:
It becomes clear that there are deficits in the (successful) implementation of the GAMV. Possible reasons include, for example, the legal framework, resource issues, structural and organizational aspects of occupational healthcare, and the motivation of and information acquired by those involved.

Conclusions:
The results indicate that the holistic approach to occupational healthcare formulated in the ArbMedVV requires increased awareness and implementation support. According to the experts, the new Occupational Medicine Rule (AMR 3.3) for the GAMV will be helpful.

Referenznummer:

R/ZS0026/0544

Informationsstand: 15.08.2023