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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Return to Work nach psychischen Krisen

Das Vier-Phasen-Modell der Wiedereingliederung

Autor/in:

Schröder, Ute Beate; Stegmann, Ralf; Wegewitz, Uta

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

ASU - Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin, 2023, 58(09), Seite 589-596, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052 (Linking)

Jahr:

2023

Der Text ist von:
Schröder, Ute Beate; Stegmann, Ralf; Wegewitz, Uta

Der Text steht in der Zeitschrift:
ASU - Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin, 58(09), Seite 589-596

Den Text gibt es seit:
2023

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Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund:

Psychische Erkrankungen sind die zweithäufigste Diagnosegruppe bei Krankschreibungen in Deutschland. Sie erhöhen das Risiko, arbeitslos und frühberentet zu werden. Gleichzeitig wird die Wiedereingliederung nach einer psychischen Erkrankung betrieblich als herausfordernd erlebt und geht mit Handlungsunsicherheit einher.

Methodik:

Das hier vorgestellte Vier-Phasen-Modell wurde anhand einer qualitativen Studie entwickelt, bei der zwanzig Interviews mit Return-to-work-Expertinnen und -Experten geführt und mit der dokumentarischen Methode ausgewertet wurden. Ergänzend dazu wurden in einer qualitativen Längsschnittstudie 32 zurückgekehrte Beschäftigte befragt und die Perspektive der Beschäftigten auf den RTW-Prozess rekonstruiert, was der weiteren Differenzierung diente.

Ergebnisse:

Das Modell gibt konkrete Anregungen, wie im Prozess der Rückkehr die individuellen, sozialen und betrieblichen Bedingungen gestaltet werden können, um eine Wiedereingliederung nach einer psychischen Krise nachhaltig zu unterstützen. Die Schlüsselaspekte wurden in vier Phasen systematisiert. Im Mittelpunkt des Modells steht eine professionelle Begleitung, die die Selbstwirksamkeit der Zurückkehrenden unterstützt sowie die Arbeitsbedingungen und -beziehungen im Blick hat.

Schlussfolgerungen:

Eine nachhaltige Wiedereingliederung ist ein systemischer, ergebnisoffener und kooperativer Suchprozess. Er ist flexibel, am Bedarf der Zurückkehrenden orientiert und verbindet individuelle mit betrieblichen Interessen und Ressourcen. Eine gute Wiedereingliederung ist nicht nur von den Zurückkehrenden, von ihrem Verhalten, Handeln, ihrem Engagement und dem medizinischen Verlauf der Erkrankung abhängig, sondern ganz wesentlich von den betrieblich sozialen Kontextbedingungen und von der Ausgestaltung des betrieblichen Eingliederungsmanagements.

Wo bekommen Sie den Text?

ASU Arbeitsmedizin | Sozialmedizin | Umweltmedizin
Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

ASU Arbeitsmedizin | Sozialmedizin | Umweltmedizin
Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Return to work after a mental crisis: the four-phase model of reintegration

A detailed discussion of findings from two studies

Background:

Mental illnesses are the second most common diagnostic cause of sick leave in Germany. They increase the risk of unemployment and early disability pension. At the same time, reintegration into the workplace after a mental crisis is experienced as a challenge and is accompanied by uncertainty.

Methods:

The four-phase model is based on the results of a qualitative study. In this study 20 return-to-work experts were interviewed. The interviews were analysed using the documentary method. This was supplemented by a qualitative longitudinal study in which 32 returned employees were interviewed. The employees‘ perspectives on the RTW process were reconstructed, which served to further differentiate the model.

Results:

The model provides concrete suggestions for how individual, social and workplace conditions can be created in the return to work process in order to sustainably support reintegration after a mental health crisis. The key aspects are systematized into four phases. The model focuses on professional support that assists the self-efficacy of the returnees and keeps an eye on working conditions and relationships.

Conclusions:

Sustainable reintegration is a systemic, open-ended and cooperative search process. It is flexible, oriented to the needs of the returnees and combines individual and company interests and resources. Good operational integration management not only depends on the motivation and behaviour of those returning or on the medical and therapeutic results, but is also shaped substantially by the working conditions and social interaction in the company and how the occupational integration management is organised.

Referenznummer:

R/ZS0026/0575

Informationsstand: 14.12.2023