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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis
Titel der Veröffentlichung: Berufliche Teilhabe und Pflege

Eine qualitative Untersuchung zu den Bedarfen pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Lessing, Susanne

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Prävention und Rehabilitation, 2023, 35. Jahrgang (Heft 2), Seite 41-53, München-Deisenhofen: Dustri, ISSN: 0937-552X

Jahr:

2023

Der Text ist von:
Lessing, Susanne

Der Text steht in der Zeitschrift:
Prävention und Rehabilitation, 35. Jahrgang (Heft 2), Seite 41-53

Den Text gibt es seit:
2023

Original-Abstract anzeigen (DOI: 10.5414/PRX00586)

Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund:
Demografisch bedingt pflegen zunehmend Personen im erwerbsfähigen Alter ihre Angehörigen, dabei ist die Pflege eines demenziell erkrankten Menschen mit besonderen Herausforderungen und Belastungen verbunden. Dies kann zu einer Erwerbsminderung bis hin zur Aufgabe der beruflichen Tätigkeit führen. Bestehende Entlastungsangebote scheinen in diesem Kontext nicht umfänglich genug zu sein. Präventive, individuelle und sozialräumliche Rahmenbedingungen der Pflegenden werden im Beratungskontext kaum einbezogen und möglicherweise zu wenig genutzt.

Methodik:
Es wurde eine explorative Untersuchung mit halbstandardisierten, problemzentrierten Interviews mit erwerbstätigen pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz (n = 8) durchgeführt, um deren Bedarfe und Sichtweisen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu erfassen und mögliche Handlungsempfehlungen daraus abzuleiten. Die Auswertung erfolgte qualitativ inhaltsanalytisch.

Ergebnisse:
Berufstätige Pflegende wünschen sich individuelle Beratung, finanzielle Absicherung sowie Unterstützung im beruflichen Umfeld. Bestehende Entlastungsangebote des SGB XI für den erkrankten Angehörigen können aufgrund mangelnder Passung häufig nicht umfänglich genutzt werden. Beratung wird als zu unspezifisch wahrgenommen. Diese sollte prozessbegleitend, abgestimmt auf die berufliche Situation und vorhandene Angebote sein. Informationen zur Erkrankung Demenz werden als unzureichend beschrieben. Kenntnisse zur Sozialgesetzgebung, wie zum Beispiel dem Pflegezeitgesetz sind wenig vorhanden.

Fazit:
Bestehende Beratungsangebote sollten für Berufstätige spezifiziert und weiter ausgebaut werden, um präventiv wirksam zu sein. Durch die Implementierung sozialdiagnostischer Instrumente könnten Ressourcen genutzt und Barrieren erkannt werden. Der Ausbau gesetzlicher Grundlagen, insbesondere die finanzielle Absicherung Pflegender, ist darüber hinaus eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

Wo bekommen Sie den Text?

Prävention und Rehabilitation
https://www.dustri.com/nc/de/deutschsprachige-zeitschriften/...

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Prävention und Rehabilitation
https://www.dustri.com/nc/de/deutschsprachige-zeitschriften/...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Occupational participation and care

A qualitative study on the requirements of caring relatives of people with dementia
Background:
Due to demographic changes, more and more people of working age are caring for there relatives. Caring for a person with dementia is associated with particular challenges and burdens. This can lead to a disability pension benefit or even to giving up work. Existing relief offers do not seem to be sufficient in this context. Preventive, individual, and socio-spatial framework conditions of caregivers are insufficiently implemented in the counselling context and are possibly underutilized.

Material and methods:
An explorative study with semi-standardized, problem-centered interviews with employed carers of people with dementia (N = 8) was conducted in order to record their needs and views on the compatibility of care and work. The evaluation was carried out qualitatively and content-analytically.

Results:
Working caregivers want more individual counseling, financial securtiy, and support in their professional environment. Existing relief offers of the SGB XI for the ill relative can often not be used extensively due to a lack of fit. Counseling is percieived as too unspecific. This should be process-accompanying, corrdinated with the professional situation and existing offers. Infomation on dementia ist described as insufficient. There is little knowledge of social legislation, e. g., Care Time Act.

Conclusion:
Existing counseling services should be specified and further expanded for working people in order to be preventively effective. Resourdes could be used and barriers recognized by implementing social diagnostic instruments. The expansion of the legal basis is also an important social task.

Referenznummer:

R/ZS0115/0053

Informationsstand: 06.10.2023