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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag
Titel der Veröffentlichung: Ein Dokument mit großer Strahlkraft: Zehn Jahre UN-BRK

Was sich geändert hat und was sich noch ändern muss

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Heuchemer, Peter

Herausgeber/in:

Aktion Psychisch Kranke e.V. (APK); Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.; Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. (BApK)

Quelle:

Psychosoziale Umschau, 2019, 34. Jahrgang (Heft 3), Seite 34-35, Köln: Psychiatrie, ISSN: 0930-4177

Jahr:

2019

Der Text ist von:
Heuchemer, Peter

Der Text steht in der Zeitschrift:
Psychosoziale Umschau, 34. Jahrgang (Heft 3), Seite 34-35

Den Text gibt es seit:
2019

Inhaltliche Angaben

Abstract:

Das steht in dem Text:

Runde Jubiläen sind eine Gelegenheit, auf das Vergangene zurückzublicken und Lehren für die Zukunft zu ziehen. So auch im Fall der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Das eigentlich "Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung" betitelte Dokument wurde 2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York verabschiedet. Am 26. März 2009 trat die UN-BRK nach einem Beschluss des Deutschen Bundestages auch hier zu Lande in Kraft.

Die Konvention schafft keine Sonderrechte, sondern konkretisiert die universell geltenden Menschenrechte aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung - vor dem Hintergrund ihrer individuellen Lebenslagen und Herausforderungen. Die Forderung nach "Inklusion", also der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, ist die Kernbotschaft der UN-BRK.

Die UN-BRK wurde unter dem mittlerweile berühmten Leitmotto "Nichts über uns ohne uns" unter der Mitarbeit von internationalen Behindertenvertretern erarbeitet. Gerade jene Artikel, die Freiheits- und Schutzrechte betreffen, sind dabei stark von den Eindrücken der Zwangsbehandlungen von Psychiatrieerfahrenen mit geprägt.

In Deutschland hat die UN-BRK die Kontroversen um die Unrechtmäßigkeit von Zwangsbehandlung neu entfacht. Kernforderungen sind Autonomie und Selbstbestimmung, Nichtdiskriminierung, Inklusion und Partizipation, gleiche Anerkennung vor dem Recht, Zugang zum Bildungssystem und dem Allgemeinen Arbeitsmarkt.

Der Abbau von Sonderwelten für Menschen mit Behinderung ist ein wichtiges Ziel - was in besonderem Maße auf Menschen mit psychischen Erkrankungen zutrifft, die bis zur Psychiatriereform in hohem Maße in Kliniken ausgegrenzt waren und nur langsam ihren Weg zurück in die Gemeinden fanden. Nach wie vor erleben Betroffene eine Exklusion in vielen Lebensbereichen.

Wo bekommen Sie den Text?

Psychosoziale Umschau
https://www.psychiatrie-verlag.de/zeitschriften/psychosozial...

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Psychosoziale Umschau
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Referenznummer:

R/ZS0185/0033

Informationsstand: 15.01.2020