Das Modellprojekt „Leben, Arbeiten und Teilhaben in einer inklusiven Gesellschaft“ wird sowohl formativ als auch summativ evaluiert. Die formative Evaluation dient der Qualitätssicherung und wisssenschaftsbasierten Weiterentwicklung des Projekts. Hierfür erhebt die Begleitforschung laufend Daten, die sie auswertet, und meldet den Praxispartner*innen Zwischenergebnisse zurück, die diese dann nutzen können, um die Struktur und den Prozess der Intervention kontinuierlich zu verbessern.
Darüber hinaus liefert die Begleitforschung mit ihrer Arbeit einen Beitrag dafür, dass die Projektziele möglichst gut erreicht werden können. Die summative Evaluation gibt bilanzierend zu Projektende darüber Auskunft, inwiefern die Ziele des Modellvorhabens realisiert wurden (vgl. dazu methodisch Döring 2022).
Die wissenschaftliche Begleitung nimmt alle Projektkomponenten in den Blick, die in der praktischen Umsetzung von LAUT relevant sind: Sie untersucht die drei im Projekt genutzten Varianten des Arbeitnehmer-Coachings, das Arbeitgeber-Consulting, das Transfer-Management, die One-Stop-Agency und die Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem analysiert sie die praktische Umsetzung mit Blick auf Verbesserungsmöglichkeiten und den Projekterfolg. Dabei erhalten einige Teilaspekte besondere Aufmerksamkeit.
Das gilt für den Zugang der Teilnehmer*innen zum Projekt, die Abklärung der beruflichen Perspektiven, die in LAUT erzielten Eingliederungserfolge, die Kontextfaktoren im Umfeld der Teilnehmer*innen, welche Ablauf und Erfolg der Teilnahme beeinflussen können, sowie die betrieblichen Inklusionsbedingungen, auf die die Teilnehmenden stoßen. Einbezogen werden in die Untersuchung des Weiteren Prozesse des interorganisationalen Lernens, die Chancen auf Verstetigung und Übertragbarkeit des Modellprojekts sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Projektgeschehen und die Erfolgsaussichten von LAUT.
[Aus: Information der Herausgebenden]