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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis
Titel der Veröffentlichung: Determinanten und Effekte eines Leistungsbeginns bei Antragstellern von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Autor/in:

Sternberg, Annika; Bethge, Matthias

Herausgeber/in:

Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)

Quelle:

Das Gesundheitswesen, 2018, 80. Jahrgang (Heft 08/09), Seite 810, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0941-3790, eISSN: 1439-4421

Jahr:

2018

Der Text ist von:
Sternberg, Annika; Bethge, Matthias

Der Text steht in der Zeitschrift:
Das Gesundheitswesen, 80. Jahrgang (Heft 08/09), Seite 810

Den Text gibt es seit:
2018

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund:

Eine Bewilligung „dem Grunde nach“ umfasst eine Zuständigkeitserklärung seitens des Leistungsträgers zur Erbringung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA), ohne dass damit bereits eine Entscheidung für eine konkrete Leistung getroffen wird. Es wurde untersucht, welche Faktoren den konkreten Leistungsbeginn sechs Monate nach der Bewilligung determinierten und mit welchen gesundheitlichen Effekten der Beginn einer Leistung verbunden war.

Methoden:

Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund mit einer Bewilligung „dem Grunde nach“ im ersten Halbjahr 2016 wurden kurz nach der Bewilligung und ein halbes Jahr später postalisch befragt. Determinanten eines Leistungsbeginns wurden mittels logistischer Regressionen (OR = Odds Ratio), gesundheitliche Effekte des Leistungsbeginns mittels linearer Regressionen geprüft. Die Analysen kontrollierten für soziodemografische Angaben und gesundheitliche Ausgangswerte bei der Ersterhebung.

Ergebnisse:

Sechs Monate nach der Bewilligung hatten 54,2 % der Teilnehmer und Teilnehmerinnen (n = 1995) mit einer konkreten Leistung begonnen. Personen mit ungünstiger Erwerbsprognose (OR = 0,62; 95 % KI: 0,48 bis 0,78) und geringer schulischer Bildung (OR = 0,63; 95 % KI: 0,44 bis 0,89) begannen seltener mit einer Leistung. Der Leistungsbeginn selbst führte zu kurzfristigen geringfügigen Verbesserungen des allgemeinen Gesundheitszustandes, der Erwerbsprognose und der subjektiven Arbeitsfähigkeit.

Schlussfolgerungen:

Eine ungünstige Erwerbsprognose und eine geringe schulische Bildung determinierten einen selteneren Leistungsbeginn. Darüber hinaus hatte ein Leistungsbeginn gesundheitsfördernde Auswirkungen. Gesundheitsrelevante Merkmale wie die subjektive Arbeitsfähigkeit und die Erwerbsprognose verbesserten sich leicht. Die Ergebnisse legen nahe, dass der Beginn einer Leistung stabilisierende gesundheitliche Effekte hat.

Wo bekommen Sie den Text?

Das Gesundheitswesen
https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Referenznummer:

R/ZA8943

Informationsstand: 11.02.2019