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Dokumentart(en): Sammelwerksbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Der Mensch im Mittelpunkt - Partizipative Forschung zur Verbesserung digitaler Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Vortrag auf dem 34. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium, 18.-20. März 2025 in Nürnberg

Der Text ist von:
Lorenz, Sabrina; Kreuder-Schock, Marianne

Den Text gibt es seit:
2025

Online-Publikation anzeigen (in: Reha-Kolloquium 2025) (PDF | 7 MB)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund und Zielstellung

Die Digitalisierung sowie der Einsatz Künstlicher Intelligenz bietet perspektivisch einige Chancen für die Verbesserung der sozialen, beruflichen und digitalen Teilhabe von Menschen mit Behinderung (Kreuder-Schock et al., 2024, Lorenz et al., 2023). Entsprechend der Forderung „Nicht über uns ohne uns!“ müssen Menschen mit Behinderung als Expertinnen und Experten in eigener Sache bei der zukunftsorientierten Gestaltung digitaler Bildungs- und Arbeitsprozesse unbedingt miteinbezogen werden. Derartige partizipative Methoden sind in Zukunft unerlässlich, da Teilhabe, Passgenauigkeit und Zielgruppenadäquanz nur durch die aktive Einbindung von Betroffenen erreicht werden kann (ebenda). So werden Erkenntnisse aus erster Hand gewonnen, die ein korrektes Verständnis der Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe ohne Verfälschung und Fehlinterpretationen von Ergebnissen liefern.

Mit Blick auf den sogenannten ‚digital disability divide‘ (vgl. u.a. Sube, Sonnenschein, 2022), der Menschen mit psychischer und/oder kognitiver Behinderung größeren Herausforderungen durch die Digitalisierung zuspricht, sind vor allem diese Zielgruppen bei der partizipativen Forschung zu berücksichtigen. Jedoch sind bei diesen Zielgruppen die behinderungsbedingten Auswirkungen extrem heterogen, was dazu führt, dass Barrierefreiheit beziehungsweise -Armut allumfänglich berücksichtigt werden muss: Dies betrifft zum Beispiel die Auswahl des Veranstaltungsortes, die Medienwahl (zum Beispiel mit Blick auf technische Hilfsmittel oder Gebärdensprachdolmetschenden), die Verwendung von einfacher Sprache, dem Einsatz leicht verständlicher Workshopmethoden oder die Erhöhung von Pausenzeiten zur Erhaltung der Konzentrationsfähigkeit.

Take-Home-Message

In Zukunft werden partizipative (Forschungs-)Methoden immer relevanter, um zielgruppenadäquate digitale Lösungen und Lösungsansätze zu entwickeln und Künstliche Intelligenz auch für vulnerable Gruppen passgenau nutzbar zu machen.

Wo bekommen Sie den Text?

Deutsche Rentenversicherung
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Referenznummer:

R/NV6435x15

Informationsstand: 05.05.2025