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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: The role of education in the disability employment gap

Autor/in:

Bryan, Mark; Bryce, Andrew; Roberts, Jennifer [u. a.]

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Oxford Economic Papers, 2025, 77(04), Seite 1106-1127, Oxford, UK, Open Access: Oxford University Press, ISSN: 0030-7653 (Linking)

Jahr:

2025

Der Text ist von:
Bryan, Mark; Bryce, Andrew; Roberts, Jennifer [u. a.]

Der Text steht in der Zeitschrift:
Oxford Economic Papers, 77(04), Seite 1106-1127

Den Text gibt es seit:
2025

Online-Publikation anzeigen (DOI: 10.1093/oep/gpaf016)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Die Beschäftigungslücke zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen kann mit einem höheren Bildungsgrad verringert, aber nicht geschlossen werden. Die Ergebnisse einer Studie aus dem Vereinigten Königreich (UK) bestätigen die anhaltende Relevanz struktureller Barrieren, die die Beschäftigungsaussichten von Menschen mit Behinderungen unverhältnismäßig stark beeinträchtigen. Darauf weist der Verband Rehabilitation International (RI) in seinem Juni-Newsletter hin.

Im Jahr 2019 lag die Gesamtbeschäftigungsquote von Menschen mit Behinderungen im Alter zwischen 25 und 64 Jahren im Vereinigten Königreich bei 53 Prozent, verglichen mit 86 Prozent bei Menschen ohne Behinderung, was zu einer Beschäftigungslücke bei Menschen mit Behinderungen (Disability Employment Gap, DEG) von 33 Prozentpunkten führte. Ähnliche Werte sind für Deutschland zu verzeichnen: So waren im Jahr 2019 rund 57 Prozent der Menschen mit Behinderung (zwischen 15 und 64 Jahren) beschäftigt oder arbeitssuchend, während die Erwerbsquote nichtbehinderter Menschen in dieser Altersgruppe knapp 82 Prozent betrug.

Studienergebnisse von Forschenden der Universität Sheffield deuten darauf hin, dass ein signifikanter Teil der DEG durch Unterschiede im Bildungsniveau zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen erklärt werden kann. Es gibt jedoch auch einen großen Anteil, der nicht eindeutig zu erklären ist und auf strukturelle Hindernisse auf dem Arbeitsmarkt deutet. In der Studie wurde anhand von drei Komponenten herausgearbeitet, wie hoch der Einfluss von bestimmten Faktoren auf die Beschäftigungslücke ist:

1) Unterschiede in der Bildung - 4 Prozentpunkte (12 Prozent der Lücke)

2) Weitere Merkmale (Alter, Region, Familienstand usw.) - 11 Prozentpunkte (33 Prozent der Lücke)

3) Strukturelle Faktoren (Diskriminierung, Zugänglichkeit des Arbeitsplatzes usw.) - 18 Prozentpunkte (55 Prozent der Lücke).

Die Forscher konstatieren, dass der DEG um 4 Prozentpunkte gesenkt werden könnte, wenn das durchschnittliche Bildungsniveau von Menschen mit Behinderungen auf das Niveau von Menschen ohne Behinderungen angehoben würde. Der Vorteil davon wäre, dass mehr Menschen mit Behinderungen einen Abschluss erreichen und der Anteil von Personen ohne Qualifikation sinken würde. Trotzdem sei zu differenzieren, welche Personengruppe davon wirklich profitieren würde. Zudem bliebe mit 18 Prozentpunkten immer noch ein großes erklärungsbedürftiges Defizit. Die Forschenden verweisen hier auf strukturelle Barrieren im Arbeitsmarkt wie z. B. die Arbeitsplatzgestaltung, eine nicht vorhandene Möglichkeit zu Anpassungen bei den Arbeitsaufgaben und Regelungen am Arbeitsplatz sowie Diskriminierungen, wenn Arbeitgeber ihrer gesetzlichen Pflicht zu „angemessenen Vorkehrungen“ nicht nachkommen oder qualifizierte Menschen mit Behinderungen bei der Besetzung von Arbeitsplätzen übergehen.

Wo bekommen Sie den Text?

Oxford Economic Papers
https://academic.oup.com/oep

Oxford Economic Papers
https://academic.oup.com/oep

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

The role of education in the disability employment gap

The gap between the employment rates of disabled and non-disabled people in the UK was 33 percentage points (pp) in 2019. This is partly explained by the fact that disabled people have lower levels of education. To assess the role of education in the disability employment gap (DEG), we decompose this DEG into characteristics and structural components using Oaxaca-Blinder decomposition methods.

If the average education levels of disabled people were raised to those of non-disabled people, the DEG could be reduced by 4 pp (12 per cent). This would leave a remaining gap of 11 pp (33 per cent) explained by other characteristics and 18 pp (55 per cent) attributable to structural barriers in the labour market.

These results are consistent with other findings in the literature, showing educational inequalities to be an important explanation of the DEG. However, the results also highlight the continued relevance of structural barriers that are disproportionately hindering the employment prospects of disabled people.

Referenznummer:

R/ZA0454/0001

Informationsstand: 17.03.2026