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Dokumentart(en): Buch/Monografie Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Menschen mit Behinderungen und die COVID-19-Pandemie (Kurzbericht)

Erkenntnisse aus der Online-Erhebung Leben, Arbeiten und COVID-19

Bibliographische Angaben

Obertitel:

Reihe COVID-19

Autor/in:

Ahrendt, Daphne

Herausgeber/in:

Eurofound; Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen

Quelle:

Luxemburg: Amt für Veröffentlichungen, 2022, 28 Seiten: PDF, ISBN: 978-92-897-2255-1 (PDF)

Jahr:

2022

Der Text ist von:
Ahrendt, Daphne

Der Text ist in diesem Verlag erschienen:
Amt für Veröffentlichungen

Den Text gibt es seit:
2022

Ganzen Text lesen (PDF | 730 KB)

Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

2021 wurde eine neue Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf den Weg gebracht, mit der die Entwicklungen im Bereich der vollen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft vorangebracht werden sollen. Dass die EU ihren politischen Fokus auf Menschen mit Behinderungen verstärkt, kommt genau zum richtigen Zeitpunkt: Mit der COVID-19-Pandemie haben sich die Herausforderungen dieser Bevölkerungsgruppe in vielen Bereichen ihres Lebens weiter verschärft.

Dieser Kurzbericht enthält eine Analyse der Situation von Europäern mit Behinderungen während der Pandemie. Anhand von Daten aus der dritten Runde der Online-Erhebung "Leben, Arbeiten und COVID-19", die von Februar bis März 2021 durchgeführt wurde, wird die Situation der Befragten in vier Bereichen analysiert - Zugang zu medizinischer Versorgung, psychisches Wohlbefinden, finanzielle Situation und Zukunftsoptimismus - und dabei ein Vergleich zwischen den Umfrageteilnehmern mit Behinderungen und denen ohne Behinderungen gezogen. Im Rahmen der Analysen ließ sich feststellen, dass die Situation der Menschen mit Behinderungen bei allen Indikatoren deutlich schlechter war.

Wichtigste Erkenntnisse:

- Eine schlechte psychische Gesundheit betrifft einen großen Teil der Menschen mit Behinderungen. Darauf muss dringend aufmerksam gemacht werden, um das weit verbreitete Risiko von Depressionen in dieser Gruppe von Bürgern zu reduzieren.
- Die Einführung von Maßnahmen zur Abschwächung der Faktoren, die zu einer schlechten psychischen Gesundheit führen, ist von entscheidender Bedeutung, denn die COVID-19-Pandemie und die anschließenden Einschränkungen in Form sozialer Isolation haben Menschen mit Behinderungen stärker getroffen als die Bevölkerung insgesamt. Es ist dringend erforderlich, den Zugang zu psychischen Gesundheitsdiensten zu verbessern, da ein Viertel der Befragten mit Behinderungen angab, dass sie in diesem Bereich einen ungedeckten medizinischen Bedarf haben.
- Menschen mit Behinderungen berichten von Schwierigkeiten, mit ihrem Verdienst auszukommen, von größeren finanziellen Problemen und höheren Zahlungsrückständen als Menschen ohne Behinderungen. Es ist daher entscheidend, diese Menschen mehr am Arbeitsmarkt zu beteiligen, um die große Lücke in der finanziellen Situation zu schließen.
- Auch durch den Aktionsplan für die Sozialwirtschaft im Rahmen der europäischen Säule sozialer Rechte, der darauf abzielt, das Potenzial der Sozialwirtschaft zu nutzen und hochwertige Arbeitsplätze für ein gerechtes, nachhaltiges und integratives Wachstum zu schaffen, kann die Situation von Menschen mit Behinderungen verbessert werden.
- Um die Situation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, ist ein maßgeschneiderter Ansatz notwendig. Durch Maßnahmen zur Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls kann zum Beispiel das Wohlbefinden junger Menschen mit Behinderungen verbessert werden, während Menschen im Ruhestand eher Maßnahmen nützen, die das Risiko einer Depression reduzieren.

[Aus: Information des Herausgebers]

Wo bekommen Sie den Text?

Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union
Vertriebsbüro Deutschland: Bundesanzeiger Verlag GmbH
https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet

EU Bookshop
https://op.europa.eu/de/web/general-publications/publication...

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union
Vertriebsbüro Deutschland: Bundesanzeiger Verlag GmbH
https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet

EU Bookshop
https://op.europa.eu/de/web/general-publications/publication...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

People with disabilities and the COVID-19 pandemic

Findings from the Living, working and COVID-19 e-survey
A new European Disability Strategy was launched in 2021 with the aim of intensifying progress on ensuring the full participation of people with disabilities in society. The increase of EU policy focus on people with disabilities is timely: the COVID-19 pandemic magnified the challenges they faced in many spheres of their lives.

This policy brief explores the situation of Europeans with disabilities during the pandemic. Using data from the third round of the Living, working and COVID-19 e-survey, conducted in February–March 2021, it compares the situation of respondents with and without disabilities in four areas: access to healthcare, mental well-being, financial situation and optimism about the future. The analyses show that on all indicators the situation of people with disabilities was significantly worse.

Key findings:
- Poor mental health affects a large proportion of people with disabilities and requires urgent attention to reduce the widespread risk of depression among this group of citizens.
- The introduction of measures to mitigate the factors that lead to poor mental health will be crucial as the COVID-19 pandemic and subsequent social isolation restrictions have affected people with disabilities more than the population at large. There is an urgent need to improve access to mental healthcare services as a quarter of respondents with disabilities reported unmet medical needs in this area.
- People with disabilities report more difficulty in making ends meet, greater financial fragility and higher arrears than people without disabilities. Boosting their labour market participation is critical to address this large gap in financial situation.
- The European Pillar of Social Right Action Plan on the Social Economy, which aims to tap into the potential of the social economy and create quality jobs for fair, sustainable and inclusive growth, is also an opportunity to improve the situation of people with disabilities.
- Improving the situation of people with disabilities requires a tailored approach. Actions to increase their sense of belonging, for instance, can help improve the well-being of young people with disabilities, whereas retired people benefit more from actions that reduce the risk of depression.

Referenznummer:

R/NV6291

Informationsstand: 12.10.2022