Icon Literatur
Icon Zeitschriftenbeitrag

Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis
Titel der Veröffentlichung: Wie wird die Begleitung durch einen Reha-Berater erlebt?

Eine qualitative Studie zur Wahrnehmung des Reha-Beraters der Deutschen Rentenversicherung Bund bei Personen mit bewilligten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Autor/in:

Sternberg, Annika; Bethge, Matthias

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Die Rehabilitation, 2022, 61(02), Seite 107-116, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536 (Linking)

Jahr:

2022

Der Text ist von:
Sternberg, Annika; Bethge, Matthias

Der Text steht in der Zeitschrift:
Die Rehabilitation, 61(02), Seite 107-116

Den Text gibt es seit:
2022

Original-Abstract anzeigen (DOI: 10.1055/a-1555-1113)

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund und Ziel:

Personen mit bewilligter Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten kurz nach der Bewilligung ein Beratungsgespräch mit einem Reha-Berater oder einer Reha-Beraterin. Ziel der Beratung ist eine an der jeweiligen Krankheits- und Erwerbsbiografie der Rehabilitand:innen orientierte Auswahl individuell passender Leistungen aus dem zur Verfügung stehenden Leistungsspektrum. Das Erstgespräch hat damit eine wesentliche Bedeutung für den weiteren Rehabilitationsprozess.

Bislang ist kaum untersucht, welche Merkmale eine aus Sicht von Rehabilitand:innen gelungene Beratung charakterisieren. Ziel der qualitativen Studie war es, die Perspektive der Rehabilitand:innen auf die Beratung bei Personen mit bewilligten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei der Deutschen Rentenversicherung Bund zu untersuchen.

Methodik:

Mit 16 Rehabilitand:innen wurden telefonische, leitfadengestützte Interviews geführt. Die Gespräche wurden aufgezeichnet und transkribiert. Die Daten wurden inhaltsanalytisch computergestützt mit MAXQDA mittels Technik der induktiven Kategorienbildung ausgewertet.

Ergebnisse:

Es ließen sich drei wahrgenommene Formen der Begleitung voneinander abgrenzen: eine unterstützende Begleitung, eine passive Begleitung und eine hemmende Begleitung. Personen mit erlebter passiver und hemmender Begleitung berichteten von Verunsicherung und Rückzug im weiteren Rehabilitationsprozess.

Schlussfolgerungen:

Es existiert eine individuelle Wahrnehmung der Beratung und Begleitung durch den Reha-Berater oder die Reha-Beraterin, die sich auf die Einstellung und das Verhalten der Rehabilitand:innen im weiteren Verlauf der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben auswirken kann. Die Herausforderung besteht darin, unterstützende Erfahrungen im zeitlich begrenzten Rahmen der Erstberatung zu ermöglichen.

Wo bekommen Sie den Text?

Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an eine Bibliothek, die Herausgebenden, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

How do Persons Perceive Rehabilitation Counseling?

A Qualitative Study on Experienced Rehabilitation Counseling Implemented by the Federal German Pension Insurance among Persons with Approved Vocational Rehabilitation

Background and objective:

Persons with approved vocational rehabilitation participate in a conversation with a rehabilitation consultant shortly after approval. The aim of the consultation is to select individually suitable services from the available range of services, based on the illness and employment biography of persons with approved vocational rehabilitation. The initial consultation is thus of essential importance for the further rehabilitation process. To date, there has been little research about what characterizes successful counseling from the point of view of persons with approved vocational rehabilitation. The aim of the qualitative study was to examine the perspective on counseling for persons with approved vocational rehabilitation financed by the German Federal Pension Insurance.

Method:

Telephone interviews based on guidelines were conducted with 16 persons. The interviews were recorded and transcribed. The data was analyzed with MAXQDA using qualitative content analysis and the technique of inductive category development.

Results:

Three perceived forms of counseling could be distinguished: a supportive counseling, a passive counseling and an inhibitory counseling. Persons with experienced passive and inhibitory counseling reported uncertainty and withdrawal in the further rehabilitation process.

Conclusion:

There is an individual perception of the counseling and support provided by the rehabilitation consultant, which can have an impact on the attitude and behaviour of persons in the further course of vocational rehabilitation. The challenge is to enable supportive experiences within the time-limited framework of the initial consultation.

Referenznummer:

R/ZS0063/0616

Informationsstand: 22.06.2023